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Wirteverband Basel-Stadt

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26.08.2017

Car-Parkplätze unter dem Schweizerhofquai?

120-Millionen-Franken-Idee für Luzern

Die Lösung für das Problem mit dem Car-Verkehr in der Stadt Luzern liegt unter dem Boden. Dies zumindest ist die Ansicht des Architekten Marc Syfrig. Seine Idee: Ein Parkhaus unter dem Schweizerhofquai für 240 Autos, vierzig Cars – und 120 Millionen Franken.

sda. Die Cars seien nicht das Problem, machte Syfrig bei der Vorstellung seiner Idee in Luzern klar. Es seien ihre Manöverfahrten zwischen Löwenplatz, Schwanenplatz und Inseli, die wegen fehlender Car-Parkplätze der Stadt «ein Trauma in Sachen Verkehr bescheren, das jeden Tag sichtbar ist», sagte der Luzerner Architekt.

Und weil das Projekt eines privaten Car-Parkhauses unter dem Musegghügel politisch blockiert sei, habe er mit einer Gruppe von Initianten seine Idee eines «Seeparkings» unter dem Schweizerhofquai vorangetrieben, die «den Kreis quadrieren» soll.

Unter der Kantonsstrasse zwischen Schwanenplatz und der Einmündung Alpenstrasse soll auf zwei Etagen ein Parkhaus entstehen. Die Dimensionen: 320 Meter lang, rund zehn Meter tief und 17 Meter breit. Das erste Untergeschoss böte eine Wendeschlaufe unter dem Schwanenplatz und Parkplätze für 40 Cars. Im zweiten Untergeschoss fänden bis zu 240 Autos Platz.

Drei neue Grünplätze

Die Cars würden über zwei Rampen bei der heutigen Blumeninsel gegenüber der Einmündung Alpenstrasse ein- und ausfahren, die Autos über eine unterirdische Verbindung zum bestehende Parkhaus Schweizerhof. Auf der Suche nach Auslademöglichkeiten fahren Reisecars heute oft zwischen dem Inseli hinter dem Bahnhof und dem Schweizerhofquai hin und her, was Stau und Mehrverkehr generiert.

Mit dem «Seeparking» würde dies reduziert, sind die Initianten um Syfrig überzeugt. Gleichzeitig könnten die drei heutigen Car-Parks deblockiert werden und, begrünt, die Quartiere aufwerten. Die 240 zusätzlichen Autoparkplätze brächte der Altstadt Linderung und könnten etwa im Weyquartier kompensiert und durch Grünflächen ersetzt werden.

Cars sollen zahlen

Kosten würde der Bau laut Syfrig 100 bis 120 Millionen Franken, zahlen sollten dies die Verursacher: Autos fünf Franken pro Parkstunde, Cars zwei Franken pro Passagier und Stunde, was etwa 100 Franken gleichkomme. Es soll, so die Initianten, ein Luzerner Projekt werden: Als Investoren sehen sie die Stadt, die das Grundstück gegen Zins im Baurecht abgeben soll, Luzerner Unternehmen, institutionelle und private Gesellschaften und die Vergabe von Publikumsaktien.

Erstellt würde das unterirdische Parkhaus in der sogenannten Deckelbauweise. Vorteil sei eine kurze Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren, zudem müsste die Schweizerhofquai-Strasse nicht komplett gesperrt werden. In einem ersten Schritt würden Werkleitungen herausgenommen, dann eine der vier Spuren gesperrt, um Pfahlwände einzulassen und einen Deckel einzubauen. Anschliessend würde der gleiche Vorgang seeseitig vorgenommen. Der Aushub erfolgte schliesslich unter der Fahrbahn.

Dritte Idee

In Luzern gibt es bereits zwei Ansätze, wie das Zentrum vom Verkehr entlastet werden soll. 2013 brachten Private die Idee einer Metro vom Stadtrand zum Schwanenplatz auf. Das Projekt umfasst im Gebiet Ibach nördlich der Stadt Luzern zwei Parkhäuser für 3500 Autos und 80 Reisebusse. Die Realisierung kostet geschätzte 400 Millionen Franken. Politisch steht das Projekt im Gegenwind.

Die Regierungen von Stadt und Kanton bevorzugten ein neues 150-Millionen-Franken-Parkhaus im Musegghügel. Doch das Stadtparlament hatte dieses Projekt Ende 2016 in einer dringlichen Debatte versenkt.

Dereinst Metrostation?

Seine Idee habe gleich mehrere Vorteile gegenüber der Musegg-Lösung, sagte Syfrig. So würden bestehende Infrastrukturen genutzt, die Zonenkonformität sei gegeben, der Grund sei im Besitz der Stadt, das Parkhaus wäre benutzerfreundlich für Touristen und die Bevölkerung – diese hätten direkten Zugang zum Zentrum, was aus Sicht der touristischen Wertschöpfung wichtig sei. Der Rückstau zu Stosszeiten würde überdies in Ibach und damit ausserhalb der Stadt aufgefangen.

Zudem erhielte die Stadt 300 Meter entfernt vom Bahnhof ein Terminal für Busse, die das Parking beispielsweise bis 9 Uhr nutzen könnten. Das Bauwerk könnte dereinst gar zur Metrostation umfunktioniert werden. Der Linie des geplanten Luzerner Durchgangsbahnhofs unter dem Seebecken käme das Parkhaus nicht in die Quere, versichern die Planer. Erste Reaktionen von politischer Seite seien ermutigend, sagte Syfrig.


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