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Wirteverband Basel-Stadt

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23.03.2015

Airbnb lässt die Mietpreise steigen

12'000 Wohneinheiten in Berlin

Ein Vorzeigemodell der "Sharing Economy", die Online-Zimmervermittlung Airbnb, ist mitverantwortlich für die explodierenden Mietpreise in deutschen Innenstädten, die Tausende alteingesessener Mieter zum Wegzug zwingt. Das haben Studenten aus Potsdam nachgewiesen.

Die drei Interfacedesign-Studenten Alsino Skowronnek, Jonas Parnow und Lucas Vogel haben mit ihrem datenjournalistischen Projekt "Airbnb vs. Berlin" eindrucksvoll die Ausmasse der von Airbnb und seiner Nutzer vorangetriebenen Gentrifizierung visualisiert. Sie konzentrierten sich dabei auf Berlin, das mit knapp 12'000 angebotenen Wohneinheiten auch auf Airbnb die deutsche Hauptstadt ist.

Die Datenvisualisierung zeigt, dass vor allem in den angesagten Berliner Szenekiezen regelrechte Airbnb-Meilen wie Pilze aus dem Boden schiessen. Allein für die Neuköllner Sonnenallee listet Airbnb über hundert Inserate.

Der Neuköllner Reuterkiez ist insgesamt am stärksten von der invasiven Umwandlung günstigen Wohnraums in lukrative Touristenunterkünfte betroffen. Auf nur 18'500 Einwohner kommen hier 476 Airbnb-Wohnungsangebote. In den letzten fünf Jahren hat sich der Quadratmeterpreis für Mietwohnungen hier von 5.90 Euro auf 10.40 Euro fast verdoppelt.

Besonders vorangetrieben wird die Ausbreitung von Airbnb durch sogenannte Poweruser, deren Anteil in Berlin 29% beträgt. Poweruser zeichnen sich dadurch aus, dass sie bis zu fünfzig Wohnungen gleichzeitig anbieten.



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