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20.02.2014

Köln hält hohes Niveau

Rekord bei ausländischen Gästen

Im vergangenen Jahr konnten in Köln insgesamt 2.96 Millionen Hotelgäste gezählt werden, die zusammen 5.08 Millionen Übernachtungen generierten. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 1.7 Prozent bei den Ankünften und einen marginalen Rückgang von 0.1 Prozent bei den Übernachtungen. Hervorzuheben ist ein starker Zuwachs bei Gästen aus dem Ausland: Hier konnten 6.7 Prozent mehr Ankünfte gezählt werden sowie 2.9 Prozent mehr Übernachtungen.

Obwohl das Übernachtungsniveau momentan auf hohem Level stagniert, wird deutlich, dass Köln aus der Weltwirtschaftskrise sehr positiv hervorgegangen ist. Seit 2009 verzeichneten die internationalen Ankünfte ein Plus von 42 Prozent und die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland einen Zuwachs von 33.2 Prozent.

"Köln hat an internationaler Attraktivität deutlich gewonnen. Dies belegt die touristische Entwicklung der vergangenen vier Jahre", erklärt Elisabeth Thelen, Vorsitzende des Aufsichtsrates der Köln Tourismus GmbH. Im Europavergleich der Top 100-Städtereiseziele verteidigt Köln den 24. Platz und beweist seine starke Anziehungskraft als Freizeit- und Businessreiseziel.

"Unsere strategische Ausrichtung auf die internationalen Märkte zahlt sich aus. Der vergangene Oktober war mit mehr als 480'000 Übernachtungen sogar der beste Monat der Kölner Tourismusgeschichte, was vor allem auf die starke Messe Anuga zurückzuführen ist", sagt Josef Sommer, Geschäftsführer der Köln Tourismus GmbH. Die sehr gute Bettenauslastung bei gestiegenem Zimmerpreis zeige, dass die Destination Köln als Qualitätsprodukt wahrgenommen werde.

Internationalisierung hält an

963'131 Besucher (plus 6.7 Prozent) kamen 2013 aus dem Ausland nach Köln und generierten 1.78 Millionen Übernachtungen (plus 2.9 Prozent). Dies macht einen Anteil von 35.1 Prozent am Gesamtgästeaufkommen aus. Aus Deutschland reisten demnach 2 Millionen Gäste an (minus 0.5 Prozent) und übernachteten insgesamt 3.3 Millionen mal (minus 1.7 Prozent). Der Rückgang bei den deutschen Gästen erklärt sich unter anderem durch das fehlende Musicalangebot sowie durch die rückläufige Verweildauer dieser Gästegruppe von 1.7 auf 1.6 Tage.

Die meisten internationalen Übernachtungen wurden erneut von Gästen aus Grossbritannien (210'622), den Niederlanden (161'292) und den USA (158'342) getätigt. Italien steigt mit 96'881 Übernachtungen zwei Plätze auf und verdrängt Belgien (92'134) und Frankreich (89'700) auf die Plätze sechs und sieben der Rangliste der wichtigsten Herkunftsländer.

Der Gästezuwachs aus dem Ausland ist signifikant. Aus den folgenden elf Märkten hat es noch nie so viele Ankünfte gegeben, wie im vergangenen Jahr: USA, China, Brasilien, Japan, Indien, Vereinigte Arabische Emirate, Russland, Ukraine, Frankreich, Schweiz und Österreich.

Starker Tagungsmarkt

Laut der neuesten Ergebnisse der Studie "Tagungsbarometer Köln", die das Europäische Institut für Tagungswirtschaft (EITW) seit 2009 jährlich im Auftrag des Cologne Convention Bureau durchführt, fanden im abgelaufenen Jahr 45'570 Veranstaltungen in Köln statt, die von 3.56 Millionen Teilnehmern besucht wurden. Im Vergleich zum Vorjahr 2012 bedeutet dies eine Steigerung von 1.1 Prozent hinsichtlich der Zahl der Veranstaltungen und ein Plus von 5.2 Prozent bei den Teilnehmern. 2013 standen insgesamt 166 Tagungs- und Veranstaltungsstätten in Köln zur Verfügung, davon 20 Veranstaltungszentren, 55 Tagungshotels und 91 Eventlocations.

71 Prozent aller Veranstaltungen entfallen in Köln auf die Wirtschaftsunternehmen, 29 Prozent auf den Non-Profit-Bereich. Im Vergleich der wichtigsten Wirtschaftsbranchen haben die Banken und Versicherungen die Medizinbranche überholt und belegen, wie schon in 2011, den ersten Platz. Auf Platz drei folgt die Kommunikationsbranche. Gleich drei Plätze gut machen konnte die Freizeitindustrie mit Sport und Tourismus (Platz vier). Im Non-Profit-Bereich gewannen private und gesellschaftliche Veranstalter hinzu und verdrängten die bisher dominierenden Wirtschaftsverbände auf Platz drei.

Der wichtigste internationale Quellmarkt des Kongress- und Tagungsgeschäftes in Köln bleibt eindeutig Grossbritannien, gefolgt gleichauf von den USA und den Niederlanden. Damit haben die USA im Vergleich zum Vorjahr zwei Plätze gut gemacht, nachdem sie schon 2012 vier Plätze aufgestiegen waren. Weitere Gewinner sind die Länder Belgien und Frankreich.

Die Kölner Veranstaltungsstätten werden im Sommer 2014 durch die dann wiedereröffnete Flora bereichert. Mit den Neueröffnungen der Häuser Motel One am Mediapark und Courtyard by Marriott gewinnt der Kölner Hotelmarkt weitere attraktive Unterkünfte in der Innenstadt hinzu.

Heiliges Köln

Köln Tourismus präsentiert sich 2014 erneut mit einem international ausgerichteten Aktionsplan, der die gezielte Bearbeitung von mehr als 20 Quellmärkten vorsieht. Besondere Marketing-Kooperationen werden mit Germanwings, der Deutschen Bahn, der österreichischen Bundesbahn ÖBB, Thalys und den grossen deutschen Reiseveranstaltern durchgeführt.

Ein Trend im Tourismus, an dem Köln weiterhin profitieren wird, ist das Thema Flusskreuzfahrten, wobei Gäste, die auf diesem Weg in die Stadt kommen, nicht offiziell registriert werden.

Potenziale für Köln sieht Köln Tourismus vor allem in der Entstehung eines neuen Musicaltheaters, das vor allem wieder Leisure-Gäste aus dem deutschen Markt nach Köln bringen wird. Auch das geplante Casino könnte ein weiterer attraktiver Reiseanlass sein und sich positiv auf die Verweildauer auswirken. Im Business-Bereich spricht sich Köln Tourismus mit dem Cologne Convention Bureau weiterhin für die Errichtung eines neuen Kongresszentrums mit Kapazitäten im grössten Raum von 2000 bis 5000 Plätze aus.

Den Themenschwerpunkt für die Marketingaktivitäten der Köln Tourismus GmbH in den Jahren 2014 und 2015 bildet das "Heilige Köln". Anlass ist der 850. Jahrestag der Überbringung der Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln. Zusätzlich wird damit auch das Jahresthema der Deutschen Zentrale für Tourismus, Unesco-Welterbestätten, flankiert und daraus entstehende Synergien genutzt.

Mehrere Ausstellungen werden den Kölner Dom als das Zentrum der Dreikönigenverehrung in Europa in den Mittelpunkt stellen. Passend zum Schwerpunkt gibt es ein spezielle Reiseangebote und thematische Stadtführungen. Dabei wird Köln nicht allein als katholisches Zentrum beleuchtet, sondern vielmehr als weltoffener Platz mit vielfältiger Kultur.

Der Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke. Bild: Köln Tourismus GmbH


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