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Wirteverband Basel-Stadt

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10.06.2018

Walliser sagen Nein zu «Sion 2026»

Tourismusverbände zeigen sich enttäuscht

Die Walliser Bevölkerung hat sich an der Abstimmung gegen die finanzielle Beteiligung von 100 Millionen Franken des Kantons am Projekt der Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» ausgesprochen.

Die Enttäuschung der letzten zwei Kandidaturen hat offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen und einen dritten Misserfolg wollten die Walliser nicht riskieren. Ohne Rückhalt der Host-City dürfte damit das Projekt höchstwahrscheinlich vom Tisch sein. Der Schweizer Tourismus-Verband, Hotelleriesuisse, GastroSuisse, die Seilbahnen Schweiz und der Verband öffentlicher Verkehr sind enttäuscht über diesen Entscheid.

Aus touristischer und volkswirtschaftlicher Sicht wäre die Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele eine grosse Chance nicht nur für die Austragungskantone, sondern für die ganze Schweiz gewesen.

Die Olympischen Spiele sind weltweit eines der grössten Medienereignisse. Während mehr als zwei Wochen wäre die Schweiz im Fokus des globalen Mediengeschehens gestanden und hätte sich so von ihrer besten Seite zeigen können, was neue Impulse für den Tourismus gesetzt hätte. Schätzungen zufolge hätten die Spiele zwischen 1.5 bis 2.4 Millionen zusätzliche Übernachtungen, etwa 6000 Arbeitsplätze und einen Gesamtumsatz von rund fünf Milliarden Franken generiert.

Von den vorgesehenen Investitionen in die bestehende Infrastruktur hätten die Wintersportorte nachhaltig profitiert, ohne Gefahr zu laufen, dass Unverhältnismässigkeit und Grössenwahn die Oberhand gewonnen hätten. Das Konzept des Kandidaturkomitees setzt auf nachhaltige, dezentrale Spiele, welche die hervorragend ausgebaute Infrastruktur in der Schweiz nutzen und sieht ein klar begrenztes Budget vor.

Der Bund war überzeugt von diesem Konzept und auch von der Machbarkeitsstudie, die eine entsprechende Umsetzung bestätigte, und war bereit, das Projekt mit rund einer Milliarde Franken zu unterstützen.

Abgesehen vom volkswirtschaftlichen Nutzen hätten die Olympischen und Paralympischen Winterspiele auch einen indirekten, nachhaltigen Mehrwert mit sich gebracht: Die Begeisterung für den Wintersport. Die Nachfrage nach Schneesport ist in den letzten Jahren um mehr als 20 Prozent zurückgegangen.

Besonders die alpinen Destinationen, die zum Teil stark abhängig vom Wintertourismus sind, wünschen sich, dass der Schneesport nach dem jahrelangen Rückgang wieder beliebter wird. Grossanlässe wie die Olympischen Spiele sind bekannt und auch prädestiniert dafür, Begeisterung für eine bestimmte Sportart oder für Sport allgemein zu wecken.

Dossier: Events
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