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Wirteverband Basel-Stadt

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19.12.2018

Mate richtig zubereiten

Belebendes Kultgetränk aus Südamerika

Der Mate-Tee ist ein besonderes Aufgussgetränk, denn er wird aus den Blättern einer immergrünen Stechpalme zubereitet. Auch wenn er kein Tee im eigentlichen Sinne ist, enthält er Koffein und hat eine belebende Wirkung.

Die «Mate-Tee-Pflanze» wächst in Südamerika und wird unter anderem in Brasilien, Argentinien und Paraguay angebaut. Sein Geschmack unterscheidet sich je nach Art der Verarbeitung. Für grünen Mate werden die Blätter mit Stielen nach der Ernte für kurze Zeit sehr hoch erhitzt und anschliessend getrocknet. Das Trocknen erfolgt oft über Holzfeuer, was dem Tee eine leicht rauchige Note verleiht.

Häufig reifen die Blätter im Anschluss für mehrere Monate, bevor sie zerkleinert werden. Im Handel finden Teeliebhaber auch gerösteten Mate. Für diese Variante werden Blätter, Stiele und Triebe ein weiteres Mal erhitzt. Dadurch entstehen erdige und würzige Aromen.

Traditionell trinken die Südamerikaner ihren Mate-Tee in geselliger Runde. Das Kultgetränk wird in einem kleinen, ausgehöhlten Flaschenkürbis, einer Kalabasse, zubereitet. Die Indios übergiessen die Blätter mit heissem Wasser und schlürfen den Tee durch eine Bombilla. Das ist ein Siebröhrchen aus Metall, das die kleinen Blättchen beim Trinken zurückhält. Das Gefäss wird mehrmals wieder mit Wasser aufgefüllt.

In den Blättern des Mate-Strauchs haben Wissenschaftler mehr als 200 Inhaltsstoffe nachgewiesen. Das sind zum Beispiel Antioxidantien, Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium und die Vitamine C, B1 und B2, phenolische Säuren und Flavonoide. Mate ist der einzige «Kräutertee», der Koffein enthält und dadurch anregend wirkt.

Die Zubereitung des herben Muntermachers ist unkompliziert. Lassen Sie den Tee je nach gewünschter Intensität drei bis fünf Minuten ziehen. Pro Tasse ist ein leicht gehäufter Teelöffel ausreichend. Für den Aufguss wird frisch aufgekochtes, heisses Wasser verwendet. Häufig ist der erste Aufguss noch etwas herb. Es können aber mehrere Aufgüsse durchgeführt werden, die milder schmecken. Wer es süss mag, gibt ein Löffelchen Honig hinzu. Mate-Tee kann auch mit Milch oder Zitrone verfeinert werden.

Heike Kreutz / bzfe



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