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Wirteverband Basel-Stadt

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02.12.2017

Pommes mit Toppings immer beliebter

Poutine, Loaded Fries, Kapasalon

«Poutine» ist ein beliebtes Schnellverpflegungsgericht in Kanada, das aus Pommes frites, Käse und Bratensauce besteht. Das tönt seltsam und sieht ebenso aus, breitet sich in Varianten aber auch bei uns langsam aus.

Grob geschnittene und doppelt frittierte Pommes frites, Cheddar-Käsebruchstücke (cheese curds) und darüber Bratensauce, um das ganze länger warm zu halten: So lautet das Originalrezept für Poutine. Dieses eigenartige Gericht trat seinen Siegeszug von der kanadischen Provinz Québec an. Heute verkaufen in Kanada sogar Burger King und McDonald’s Poutine-Varianten.

Der Überlieferung nach wurde die Kalorienbombe erstmals 1957 in einem Café im Städtchen Warwick bestellt. Der Wirt soll geantwortet haben, dass das eine «verflixte Sauerei» werde («ça va faire une maudite poutine»). Der Name des Gerichts könnte aber auch vom okzitanischen «poutringo» (Allerlei), vom provenzalischen «poutingo» (Restengericht) oder sogar vom englischen «pudding» stammen.

Die Zutaten werden manchmal mit Zwiebeln oder Frühstücksspeck ergänzt. Grundsätzlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So existieren beispielsweise Versionen mit Pulled Pork. Auch in Minnesota sind Fries mit Bratensauce und Käse mittlerweile häufig anzutreffen. In New Jersey nennt man sie «disco fries».

In den USA verbreiteter sind jedoch «cheese fries» in regionaler Ausprägung. Im Südwesten kommen Speckstückchen, Jalapeños, Schnittlauch und Ranch-Dressing auf die mit Cheddar überbackenen Fries. In Philadelphia gibt es «pizza fries» mit geschmolzenem Mozzarella und Tomatensauce. Anderswo werden für «loaded fries» industrielle Käsesaucen wie «Cheez Whiz» verwendet. In Cincinnati übergiesst man Pommes mit Chili con carne und garniert sie anschliessend mit gehacktem Lattich, Tomaten und Oliven.

Der Trend zu Pommes mit Toppings ist längst auch bei uns angekommen. McDonald’s führt zumindest zeitweise sogenannte «Fun Fries» im Angebot: mit Guacamole und Tomatensalsa oder mit einer Käsesauce und Speckstückchen. Bei Burger King gibt es Chili Cheese Fries im Standardangebot, ebenso in den Casual-Restaurants «Burgermeister» und «Korner» in Zürich. Bei «Kung Fu Burger» in Bern stehen «Fully Loaded Fries» auf der Karte – mit Grillzwiebeln, Haussauce, Käse und Speck.

Die Restaurantgruppe «Frittenwerk» betreibt Filialen in Köln, Düsseldorf, Aachen, Essen und Frankfurt. Das Angebot kreist um die kanadischen Poutine-Pommes, wobei bei den meisten Versionen Mozzarella statt Cheddarkäse verwendet wird. Neben dem Klassiker mit Bratensauce (5.50 Euro) gibt es unter anderem auch Versionen mit Champignon-Rahmsauce (5.90 Euro) oder mit Pulled Chicken und Honey-Teriyaki (6.90 Euro). Eine fleischlose Variante heisst «Bolofritten» und enthält vegane Bolognese, Rucola, Tomaten-Chili-Pesto und geriebenen Käseersatz.

In Holland gibt es eine Frittenspezialität namens «Kapasalon», welche mit Döner-Fleisch belegt, mit Gouda überbacken und meist mit Knoblauchsauce oder Sambal gewürzt wird. Darüber wird manchmal sogar noch grüner Salat mit Dressing angerichtet!

Extrem-Version «Poutine à la Burger»: Pommes, Weichkäse, Bratensauce, Senf, Ketchup, Gurken und ein geschnittener Burger. Bild: Burger King Canada


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