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22.04.2004

Weintrends 2004: Die Suche nach dem Authentischem

Schweizer Weine profitieren von lokalpatriotischen Konsumpräferenzen

Am einem Weinnachmittag für Gastronomen spürten wir die aktuellen Trends auf: Welchen Anbaugebieten und Rebsorten gehört die Zukunft? Welche Wege geht das Weinmarketing? Alle Befragten waren sich einig, dass der Markt extrem in Bewegung ist.

Die technische Entwicklung in den Kellereien führte dazu, dass auch günstige Produkte einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen. Die Weinkarten sind vielerorts zusammen geschrumpft und müssen nicht mehr zwangsläufig alle Regionen abdecken. Ein Restaurant kann und soll sich spezialisieren. Der Offenverkauf von Flaschenweinen ist zum Standard geworden. Leider haben dies noch nicht alle Wirte mitbekommen.

Schweizer Weinspezialitäten profitieren von lokalpatriotischen Konsumpräferenzen, vom Trend zum Authentischen und von der Suche des Konsumenten nach Heimat. Die Exporte sind leider noch bescheiden.

Werbung und Weinmarketing sprechen zunehmend auch ein junges Publikum an. Die Konsumenten sind fachkundiger, aber nicht nur deshalb flexibler und neugieriger als früher: Viele Hersteller im Bordeaux, in der Toskana oder in Kaliforniern haben derart massiv an der Preisspirale gedreht, dass die Geniesser gezwungen waren, sich nach günstigeren Alternativen umzusehen. Viele Newcomer im mittleren Preissegment brauchen sich qualitativ nicht vor den grossen Namen zu verstecken! Gefragt ist wieder mehr Regionen- und Sortentypisches: Einen Massengeschmack gibt es nur in den Köpfen der Marketing-Manager, weshalb belanglose Allerweltsweine nur im untersten Preissegment eine Chance haben.

Weine aus der iberischen Halbinsel sind am Kommen. Portugal weist eine enorme Vielfalt an Rebsorten auf. Die Konsumenten entdecken das Weinland Spanien abseits von Rijoa neu. Immer bekannter für gutes Preis-Leistungsverhältnis wird auch das Languedoc-Roussillon. Von Beaujolais Primeur will hingegen niemand mehr etwas wissen. Freunde italienischer Tropfen bevorzugen immer mehr die saftigen Roten aus dem Süden. Weine aus der Neuen Welt haben es zurzeit schwer. Zu viel Holz ist out!

Verschiedene Experten sehen erhebliches Potenzial für Schweizer Weine. Langsam im Kommen sind Weine aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Zypern. Wachstumspotenzial weisen auch österreichische und deutsche Weine auf. Das Burgund entwickelt sich immer mehr zum Spezialistengebiet. Cabernet Sauvignon und Chardonnay haben ihren Zenit eindeutig überschritten. Aufsteiger der letzten Jahre sind Primitivo, Nero d'Avola, Barbera, Tempranillo, Syrah und Viognier.


Was Weinhändler meinen

"Die Zukunft gehört vermehrt autochtonen Traubensorten aus den diversen Anbaugebieten", ist Felix Thomann von La Cave du Soleil überzeugt. Er sieht eine Spaltung des Weinmarkts: Auf der einen Seite grosse Marken für die Massen, auf der anderen Individualität und persönliche Handschrift der Winzer.

Auch Alfi Gerotto von Porta'Vini in Arlesheim sieht die Zukunft bei terroirgebundenen Sorten. Umgekehrt bedeutet dies einen Rückgang der Allerweltssorten. Dieter Strüby aus Thürnen hält Cabernet Sauvignon für den grossen Absteiger: "Der Grund liegt wohl darin, dass diese Rebsorte in fast jeder Region erhältlich ist."

Walter Steck von der Siebe Dupf Kellerei in Liestal stellt fest, dass die Baselbieter Spezialitäten gut laufen. "Fruchtbomben" prophezeit er einen Rückgang: Gefragt seien ehrliche, sortenreine Weine, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Die wichtigste Erkenntnis für Steck: "Es wird weniger Wein getrunken, aber unbedingt bessere Qualität."

Dossier: Wein
Permanenter Link: https://www.baizer.ch/aktuell?rID=1320


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