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Wirteverband Basel-Stadt

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23.12.2010

Ausserrhoder Wirte reichen Volksinitiative ein

Kleine Raucherlokale sollen wieder möglich sein

Die Volksinitiative "Für gleich lange Spiesse beim Nichtraucherschutz" ist bei der Kantonskanzlei Appenzell-Ausserrhoden eingereicht worden. In nur 35 Tagen wurden 1880 Unterschriften gesammelt! Aufgrund des raschen und eindrücklichen Zustandekommens fordert der kantonale Wirteverband Gastro Appenzellerland AR, dass die Initiative dem Volk rasch zur Abstimmung vorgelegt wird.

Heute um 15 Uhr haben Vertreter des Initiativkomitees und der Vorstand von Gastro Appenzellerland AR die Unterschriftenbogen dem Ausserrhoder Ratsschreiber Martin Birchler übergeben. Die Initiative verlangt beim Nichtraucherschutz die Anpassung an das Bundesrecht.

Als im Jahr 2007 die Stimmbürger von Appenzell-Ausserrhoden über das neue Gesundheitsgesetz abstimmten, das unter anderem den Passivrauchschutz regelt, gab es noch kein entsprechendes Gesetz auf Bundesebene.

In der Zwischenzeit ist das Bundesgesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen in Kraft getreten. Auch dieses verbietet das Rauchen in den Gastronomiebetrieben, es erlaubt aber bediente Fumoirs und klar gekennzeichnete Raucherbetriebe mit einer maximalen Grösse von 80 Quadratmetern.

Wie in Basel-Stadt, wo eine ähnliche Initiative vor kurzem eingereicht wurde, haben auch die Ausserrhoder Wirte in Rekordzeit Unterschriften gesammelt. Im Kanton Appenzell-Ausserhoden kommt eine Volksinitiative mit 300 beglaubigten Unterschriften zustande. Dieses Quorum wurde um das Sechsfache übertroffen!

Der Dachverband GastroSuisse zeigt sich erfreut über die Aktivitäten in den Kantonen Appenzell-Ausserrhoden und Basel-Stadt. GastroSuisse setzt sich dafür ein, dass die geltende Bundeslösung möglichst schweizweit zur Anwendung kommt.

Walter Höhener, Präsident von Gastro Appenzellerland AR, ist überzeugt, dass das Bundesgesetz die Arbeitnehmer wie auch die Nichtraucher schützt. "Es unterstützt aber auch die vielfältige traditionelle appenzellische Beizenkultur", so Höhener. Für etwa 30 bis 40 Gastbetriebe im Kanton sei es überlebenswichtig, auch Rauchende bedienen zu können.

Gastro Appenzellerland AR schätzt, dass bei einer Annahme der Initiative 80 Prozent der Gastronomiebetriebe rauchfrei bleiben. Der Kantonalverband stützt sich dabei auf Erfahrungen aus dem benachbarten Appenzell-Innerrhoden, wo kleine Raucherbetriebe zugelassen sind.



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