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Wirteverband Basel-Stadt

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14.12.2014

Bundesrat und Ständerat lassen Berufsbildung im Stich

Gewerbeverband will Heft nun selber in die Hand nehmen

Absolventinnen und Absolventen der Berufsbildung und der höheren Berufsbildung müssen sich mit aussagekräftigen Titeln auf dem Arbeitsmarkt positionieren können. Das ist entscheidend für die Attraktivität dieses Bildungsweges und damit wichtig im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Ohne selber eine Alternative präsentieren zu können, haben Bundesrat und Ständerat jedoch zielführende offizielle Titel abgelehnt.

Trotz des ständigen Sonntagslobs, wie wichtig die Berufsbildung für unsere Gesellschaft und die Wirtschaft sei, haben Bundesrat und Ständerat es nicht gewagt, passende englische Übersetzungen und offizielle Titel für die Abschlüsse in der höheren Berufsbildung zu geben. Damit verhindert die Politik, dass Jugendliche mit einer Berufslehre und einer höheren Berufsbildung sich ihren Kompetenzen entsprechend im Arbeitsmarkt positionieren können.

Trotz dieser destruktiven Haltung sucht man beim Bundesrat vergebens nach alternativen Lösungsvorschlägen. Mutlos und entscheidungsschwach hangelt er sich von Bericht zu Bericht über den Fachkräftemangel und lässt dabei entscheidende Möglichkeiten aus, die Berufsbildung effektiv zu stärken. Seit Jahren verspricht der Bundesrat, die Höhere Berufsbildung aufzuwerten und sie entsprechend ihrem Niveau der akademischen Bildung gleichwertig zu behandeln. Ausser viel Altpapier und leerer Worte kommt dabei nichts heraus.

Der Schweizerische Gewerbeverband ist enttäuscht über diesen Entscheid. Nun gelte es sich auf die eigenen Stärken zu verlassen und von Seiten der Berufsbildung das Heft selber in die Hand zu nehmen. Der Verband ist bereit, mit befreundeten Organisationen selber entsprechende Titel ohne den bundesrätlichen Segen einzuführen. Bereits bestehen auch schon Kontakte zu Partnerverbänden im Ausland, um auf europäischer Ebene eigenständige Lösungen zu finden.


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