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Wirteverband Basel-Stadt

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30.11.2015

Stabilisierungstendenzen auf tiefem Niveau

Ungenügende Nachfrage im Schweizer Gastgewerbe

Die KOF-Umfrage im Gastgewerbe zeichnet für das dritte Quartal 2015 nach wie vor ein düsteres Bild. Es gibt jedoch auch Hoffnungsschimmer. Ist die Talsohle erreicht?

Der Umsatz des Gastgewerbes ist im dritten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal um drei Prozent gesunken. Verglichen mit den Auswertungsmonaten April bis Juni 2015, betrachtet die Mehrheit der Befragten die Ertragslage in den letzten drei Monaten jedoch als unverändert und die Nachfrage als gleich geblieben oder gesunken. Gleichzeitig blieb die Zahl der Beschäftigten unverändert und wird auch zurzeit als angemessen beurteilt.

Insgesamt empfinden die meisten Befragten die momentane Geschäftslage als befriedigend. Im Hinblick auf die unterschiedlichen Tourismuszonen weichen die einzelnen konjunkturellen Entwicklungen teilweise recht stark vom allgemeinen Bild ab. Der Umsatz in den Berggebieten ist auch im dritten Quartal zurückgegangen, aber weniger stark als im zweiten Quartal. Dies deutet auf eine Verlangsamung des Rückganges hin. Währenddessen ist der Umsatz in den Seezonen angestiegen.

Wie schon im zweiten Quartal, sind in der Restauration der mengenmässige Absatz sowie der Umsatz gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr zurückgegangen. Die meisten Befragten beurteilen die Nachfrage als unverändert, was auf eine Stabilisierungstendenz auf tiefem Niveau hindeutet. Das grösste Hemmnis im Geschäftsverlauf ist nach wie vor die ungenügende Nachfrage.

Die Beherbergungsbetriebe leiden weiterhin unter einem starken Rückgang der Logiernächte von europäischen Gästen. Für die nahe Zukunft erwarten die Beherbergungsunternehmen, dass die Logiernächte, vor allem von internationalen Gästen, weiterhin zurückgehen werden und, dass die Zimmerpreise unverändert bleiben. Die Restaurationsbetriebe können in den kommenden Monaten jedoch eine unveränderte Geschäftslage erwarten.

Die "Konjunkturumfrage Gastgewerbe" der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich und von GastroSuisse ist ein wichtiger Pulsmesser unserer Branche. An der aktuellen Erhebung haben 312 gastgewerbliche Betriebe mit insgesamt 10'950 Beschäftigten teilgenommen.


 

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