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25.05.2016

Bremen: Tourismus ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

Bewegung in der Hotellandschaft der Hansestadt

Ein weiterer Rekord für den Tourismus in Bremen: Zum siebten Mal in Folge stiegen die jährlichen Ankünfte und Übernachtungen in der Hansestadt. Im Jahr 2015 verzeichnete das Statistische Landesamt in den gewerblichen Übernachtungsbetrieben der Stadt 1'062'440 Ankünfte und 1'993'683 Übernachtungen. Das ist ein Plus von 4.7 bzw. 4.2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Bundesland Bremen waren es 1'257'804 Ankünfte (+4.5%) und 2'374'748 Übernachtungen (+3.8%).

Wirtschaftssenator Martin Günthner betont die grosse Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft in Bremen. "Mehr als 33'000 Menschen bestreiten im Bundesland ihren Lebensunterhalt durch dieses Geschäftsfeld. Allein im Gastgewerbe arbeiten inzwischen 17'100 Erwerbstätige. Das ist ein Plus von 25 Prozent in den letzten elf Jahren." Investitionen wie in den neuen Anlegeplatz für die Alexander von Humboldt an der Schlachte, in die Modernisierung der Wissenswelten, den Denkort Bunker Valentin, den Radtourismus und das weltweite Marketing zahlten sich aus. "Aber auch die vielen privaten Investitionen in Hotellerie und Gastronomie zeigen, dass Bremen ein hochattraktiver Standort ist", so Günthner.

Etwa zwei Drittel aller Übernachtungen werden laut Selbsteinschätzung der Hotels von Geschäftsreisenden gebucht. Damit sind grosse Kongresse und Messen sowie grosse Unternehmenszentralen in Bremen auch ein Motor für die Tourismusbranche. "Gute Handelskontakte von Bremer Firmen, wissenschaftliche Netzwerke sowie eine lebendige Kongressbranche sind extrem wichtig für die Stadt", betont Günthner.

Detaillierte Informationen über Herkunft und Aufenthaltsdauer der Touristen und Geschäftsreisenden gibt Dr. Andreas Cors, Abteilungsleiter Wirtschaft beim Statistischen Landesamt Bremen. "Die Touristen und Geschäftsreisenden in den Hotels, Hostels und Herbergen blieben im Schnitt 1.9 Nächte. Und von den insgesamt fast zwei Millionen Übernachtungen in der Stadt Bremen wurden etwa 77 Prozent durch deutsche Gäste gebucht", berichtet er.

Die ersten drei Plätze der ausländischen Quellmärkte wurden wie im Vorjahr von den Niederlanden, Grossbritannien und Frankreich belegt. Allerdings lag das deutsche Nachbarland diesmal vor den Gästen von der Insel. Mit 46'751 Übernachtungen aus den Niederlanden (+14.1%) zählte das Statistische Landesamt genau 543 Übernachtungen mehr als aus Grossbritannien (46'208, +4.9%).

Aus Frankreich wurden 27'294 (+1.6%) Übernachtungen verzeichnet. Das waren nur 49 Übernachtungen mehr als aus Spanien (27'245, +3.9%), das damit Platz vier der Auslandsmärkte einnahm. Einen grossen Anstieg verzeichneten die gewerblichen Beherbergungsbetriebe bei den Übernachtungen aus China. Mit einem Plus von 21.8 Prozent und 12'128 Übernachtungen rückten die Chinesen von Platz 15 auf Platz 12 der ausländischen Märkte vor.

Die Vorsitzende des Verkehrsvereins der Freien Hansestadt Bremen, Ursula Carl, berichtet über die Lage der Hotels. Im Dezember 2015 zählte das Statistische Landesamt 84 Häuser (alle mit mehr als zehn Betten) und insgesamt 10'489 Betten. Das sind fast 40 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. 2005 waren es in der Stadt Bremen 75 Hotels mit 7494 Betten. Die Bettenauslastung ist in dieser Zeit sogar von 40.8 Prozent (2005) auf 45 Prozent gestiegen.

"Jedes Haus betreibt sein eigenes Marketing und wirbt damit für Bremen. Haben wir mehr Hotels, kommen auch mehr Gäste und davon profitieren alle", so Carl. Insgesamt könne Bremen durchaus noch neue Hotels vertragen, diese allerdings am ehesten in Nischenbereichen wie Gruppenhotels oder Herbergen für Radtouristen.

Auffällig ist jedoch, dass in der Statistik 2015 trotz neuer Hotels wie dem elements pure oder dem 5 Seasons insgesamt fast hundert Betten und neun Häuser weniger verzeichnet waren als im Dezember 2014. Ursula Carl begründete dies damit, dass verschiedene Hotels, wie zum Beispiel die Horner Eiche, die Deutsche Eiche oder das Zollhaus ihren Betrieb eingestellt haben, um stattdessen Unterkünfte für Flüchtlinge anzubieten. "Das wirkt sich auch auf die Tourismusstatistik aus", so Carl.

Weltweites Marketing

Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik-Zentrale, zeigte sich von der langfristigen Entwicklung des Bremen-Tourismus positiv bestätigt. "Die Marketingstrategie geht auf und wir können stetig mehr Gäste von den Qualitäten der Hansestadt überzeugen." Dazu gehören etwa ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kurze Wege, ein internationaler Flughafen nah der Innenstadt, ein Messezentrum direkt neben dem Bahnhof und tolle Locations für Veranstaltungen von 50 bis 15'000 Menschen."

Bremen ist ein hochfrequentiertes Geschäftsreiseziel, aber auch überregional wirksame Veranstaltungen ziehen viele Reisenden an. Besonders über den Sommer sorgen sie dafür, dass es in der Übernachtungsstatistik kein Sommerloch mehr gibt, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war.

Dass die Kunden mit Bremen als Reiseziel zufrieden sind, zeigt eine aktuelle Gästebefragung der Bremer Touristik-Zentrale in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen: Insgesamt bewerteten achtzig Prozent der Befragten das Ambiente Bremens mit den Noten "sehr gut" und "gut". 87 Prozent sogar waren mit ihrem Aufenthalt in der Hansestadt sehr zufrieden bzw. zufrieden.

"Seit dem Jahr 2000 befragen wir etwa alle drei Jahre knapp 1000 Gäste in der Stadt und gewinnen daraus wichtige Erkenntnisse", erklärt Siemering. So wissen wir jetzt zum Beispiel, dass unsere Gäste jünger werden. Hatte das Durchschnittsalter der Befragten im Jahr 2000 noch bei 46 Jahren gelegen, war es 2015 bei 42 Jahre. Die Besucher reisen zumeist mit Lebenspartner (32 Prozent) oder Freunden (27 Prozent). Allerdings hat sich die Art der Anreise über die Jahre geändert.

Platz eins der beliebtesten Verkehrsmittel war im Jahr 2000 mit 57 Prozent das Auto gewesen. Dieses rutschte 2015 erstmals auf Platz zwei, mit 37 Prozent. Stattdessen kommen nun mehr Gäste per Bahn (39 Prozent) und Bus (gestiegen von 6.4 Prozent auf zehn Prozent). Die Bremen-Reisenden machen sehr häufig eine Stadtbesichtigung (65 Prozent), gehen gerne essen (48 Prozent) und shoppen (40 Prozent). "Auffällig ist auch", so Siemering, "dass wir immer mehr Stammgäste bekommen. So war jeweils ein Drittel der Befragten zum ersten Mal in Bremen, ein Drittel bereits zwei bis fünf Mal und ein Drittel schon mehr als fünf Mal in Bremen."

Um potentielle Besucher auf Bremen aufmerksam zu machen, schaltete die BTZ im vergangenen Jahr weltweit mehr als einhundert Anzeigen, platzierte die Angebote der Stadt in den Katalogen grosser Reiseveranstalter, besuchte 34 internationale Messen und betreute über einhundert Journalisten und Blogger auf ihrer Reise durch die Stadt.

53'000 Anrufe wurden im BTZ-Service-Center entgegengenommen und 20'000 E-Mail-Anfragen beantwortet. Die Internetseite bremen-tourismus.de verzeichnet jährlich etwa 6.2 Millionen Seitenzugriffe. Hinzu kommen ein eigener Youtube-Kanal, eine Facebook- und Twitter-Präsenz, google+, Pinterest und seit 2014 ein eigener Blog. Vor Ort führten die freiberuflichen Gästeführer der BTZ 157'000 Menschen durch die Stadt und in den Tourist-Informationen wurden 257'000 Kunden beraten.

Auch für das laufende Jahr stehen wieder viele touristisch relevante Veranstaltungen auf dem Kalender. Dazu gehören beispielsweise Sonderausstellungen wie "Kirkeby" in den Museen Böttcherstraße, "Max Liebermann – Reiten, Tennis, Polo" in der Kunsthalle oder die neue Dauerausstellung "Amerika" im Übersee-Museum.

Die Alexander von Humboldt zieht um an den Martinianleger, der neue Denkort Bunker Valentin berührt Besucher nachhaltig und grosse Kongresse bringen Besucher in die Stadt. Im Mai treffen sich Autofans zum Borgward World Meeting, im September kommen mehr als eintausend Teilnehmer zum Deutschen Strassen- und Verkehrskongress und im Dezember tagt der Bundesverband Lohnunternehmer mit etwa 6000 Teilnehmern in Bremen.


Das Schnoorviertel ist Bremens ältester Stadtteil. Bild: Jonas Ginter / BTZ


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