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Wirteverband Basel-Stadt

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12.06.2020

Coronavirus-Pandemie erschüttert das Gastgewerbe

Negative Auswirkungen setzten bereits im Februar 2020 ein

Die Lage im Gastgewerbe hat sich aufgrund der Massnahmen um das Coronavirus seit Ende Februar 2020 zugespitzt. Betriebe, die stark von asiatischen Touristen frequentiert werden, dürften die wirtschaftlichen Konsequenzen bereits in den Monaten Januar und Februar 2020 gespürt haben. Das zeigt die KOF-Umfrage für das erste Quartal 2020, die im April durchgeführt wurde.

Der Lockdown ab dem 17. März 2020 führte dann zum gastgewerblichen Stillstand. Infolge ist das Umsatzwachstum im Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahresquartal stark eingebrochen (-16.4%). Ebenso sind der mengenmässige Absatz und die Nachfrage erheblich gesunken. Die Ertragslage hat sich bei fast zwei Dritteln der Umfrageteilnehmer (62.5 %) verschlechtert. Es ist mit einem Personalabbau zu rechnen – die Zahl der Beschäftigten wird von knapp einem Drittel (32.9%) als zu gross eingeschätzt.

Die Beurteilung der Geschäftslage fällt in den Bergregionen besonders negativ aus. In der Gastronomie waren sowohl der mengenmässige Absatz als auch das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal (-18.3%) deutlich rückläufig. Die befragten Betriebe führen dies insbesondere auf eine ungenügende Nachfrage (49%) und die gesetzlichen Rahmenbedingungen (45%) zurück.

In der Hotellerie wird die Geschäftslage überwiegend als schlecht beurteilt. Die Zahl der Logiernächte ist im Vergleich zum Vorjahresquartal stark eingebrochen. Das Umsatzwachstum nahm um -13.1% ab. Am stärksten betroffen davon waren die 1- und 2-Stern-Hotels (-51.3%) und am wenigsten stark die 5-Stern-Hotels (-0.3%). Entsprechend war auch der Zimmerbelegungsgrad im gehobenen Segment am grössten (41.0% bei 1- und 2-Stern-Hotels, 45.5% bei 3-, 55.5% bei 4- und 65.9% bei 5-Stern-Hotels).

Ausblick auf das zweite und dritte Quartal 2020

Das Gastgewerbe schätzt die Aussichten gestützt auf der besonderen Covid-19-Situation für die kommenden sechs Monate äusserst pessimistisch ein. Die Betriebe erwarten im nächsten Quartal einen weiteren Rückgang der Nachfrage (64.7% der Umfrageteilnehmer) und des mengenmässigen Absatzes (70.3%).

Zimmerpreise in der Hotellerie dürften in naher Zukunft unter Druck geraten. Die Zahl der Logiernächte dürfte bei den Ausländern stärker zurückgehen als bei den Inländern. Regional betrachtet sind die Nachfrageaussichten für das kommende Quartal in den Seezonen besonders stark eingetrübt.

Die «Konjunkturumfrage Gastgewerbe» der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich und GastroSuisse ist ein wichtiger Pulsmesser der Branche.


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