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Wirteverband Basel-Stadt

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17.03.2021

8 Wochen Rückstand beim Corona-Erwerbsersatz

Wie es so weit kam – und was GastroSocial dagegen unternimmt

Wie die Ausgleichskasse GastroSocial mitteilt, gibt es bei der Prüfung und der Auszahlung der Corona-Erwerbsersatzentschädigungen aufgrund der hohen Zahl an Gesuchen und der Komplexität einen Rückstand von aktuell rund acht Wochen. Es wurden zahlreiche Massnahmen getroffen, um die Situation zu verbessern.

Bei der Corona-Erwerbsersatzentschädigung handelt es sich um eine neue, den Ausgleichskassen zusätzlich übertragene Aufgabe im Rahmen des Covid-19-Gesetzes. Mit den Prüfungen und Auszahlungen der daraus resultierenden Ansprüche ist die Ausgleichskasse GastroSocial aktuell rund acht Wochen im Rückstand. Dies führt bei den Inhabern von Betrieben zu Liquiditätsengpässen.

Der Rückstand ist darauf zurückzuführen, dass das Gastgewerbe am härtesten von den Corona-Massnahmen getroffen wurde: GastroSocial hat dadurch mit Abstand am meisten Fälle zu verarbeiten. Nebst den Selbstständigerwerbenden können seit letztem Herbst auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung Erwerbsersatz beziehen.

Im Vergleich zum Frühling 2020 hat sich daher die Anzahl der Anträge verdreifacht. Pro Monat erhält GastroSocial rund 20‘000 Anträge! Mit den anhin verarbeiteten Anträgen konnte die Ausgleichskasse des Dachverbands GastroSuisse gesamthaft bereits 190 Millionen Franken auszahlen.

Die Komplexität der Anspruchsberechtigung für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung führt zudem dazu, dass viele Anmeldungen unvollständig oder falsch eingereicht werden. GastroSocial kontaktiert die betroffenen Mitglieder und versucht, die Anmeldungen gemeinsam korrekt zu ergänzen. Dieser Kundenservice führt zu längeren Verarbeitungszeiten.

Zudem erhält GastroSocial seit Dezember mit gegen 40‘000 Telefonanrufen pro Monat doppelt so viele wie üblich. GastroSocial unterhält eine Hotline in drei Landessprachen und wird den Kunden weiterhin telefonisch zur Verfügung stehen.

Seit Dezember 2020 hat GastroSocial die Ressourcen für die Bearbeitung der Corona-Erwerbsersatzentschädigungen kontinuierlich mit internen und externen Mitarbeitenden auf nunmehr 47 Vollzeitstellen aufgestockt und entsprechend ausgebildet. Aufgrund der speziellen Corona-Situation müssen zudem auch im Tagesgeschäft deutliche Mehraufwände bewältigt werden.

Mit dem massiven Ausbau der Ressourcen, zusätzlichen Überstunden und Samstagsarbeit ist GastroSocial daran, den Rückstand über die nächsten Wochen abzubauen.

GastroSocial hat schon wiederholt das Bundesamt für Sozialversicherungen und auch den Bundesrat auf die Abrechnungsprobleme der Branche und dabei im Speziellen auf die Komplexität mit der Verarbeitung hingewiesen und Lösungsvorschläge zur Vereinfachung und schnelleren Abwicklung unterbreitet. Trotz Unterstützung von GastroSuisse gab es abschlägige Antworten aus Bern.


 

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