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15.12.2021

Ernüchternde Erfahrungen mit 2G

Bars und Clubs fordern finanzielle Unterstützung

Am letzten Wochenende arbeitete die Unterhaltungsgastronomie zum ersten Mal mit 2G. Eine Umfrage der Schweizer Bar- und Clubkommission ergab, dass die Beschränkung auf geimpfte und genesene Gäste verheerende Umsatzeinbussen zur Folge hatte. Nun droht sogar 2G plus Testpflicht. Ohne finanzielle Entschädigungen werden die Unternehmen der Nachtkultur nicht überleben.

Die Erfahrung vom ersten Wochenende mit «2G» in Clubs und teilweise in Bars fällt sehr ernüchternd aus. Über 80% der 114 Betriebe, welche an einer Umfrage der Schweizer Bar- und Clubkommission teilgenommen haben, verzeichneten einen Besucherrückgang von bis zu 75%. Nur bei 5% der Betriebe (in der französischen Schweiz) resp. 13% (in der Deutschschweiz) blieb die Besucherzahl unverändert.

«Unter diesen Voraussetzungen ist ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich», schreibt die SBCK in einer Mitteilung. Eine zusätzliche Testpflicht würde den Personalaufwand vergrössern, da die Testzertifikate kontrolliert werden müssten. Eine Mehrheit der Gäste, die geimpft oder genesen sind, würden vor den Kopf gestossen werden und den Veranstaltungen fernbleiben. Zudem sei unklar, ob in der Schweiz genügend Test- und Laborkapazitäten zur Verfügung stehen würden.

Verschärfung auf dem Rücken der Jugendlichen

Der Branchenverband spart nicht mit Kritik an der Pandemiepolitik. Zurecht liege der Fokus der Pandemiebekämpfung auf dem Schutz der Risikogruppen und der drohenden Überlastung der Spitäler. Weitere Verschärfungen für die Geimpften und Genesenen seien deshalb fehl am Platz. «Ansteckungen zwischen Geimpften und Genesen spielen in Bezug auf eine drohende Überlastung der Spitäler kaum eine Rolle», so die SBCK.

Die Jugendlichen werden, trotz vergleichsweise niedrigem Risiko durch Covid, seit 18 Monaten massiv eingeschränkt. Der soziale Austausch ausserhalb von Ausbildung, Arbeit und Familie ist kein Luxus, sondern unabdingbar für die persönliche Entwicklung. «Nun werden die Versäumnisse der letzten Monate wiederum auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen ausgetragen», beschweren sich die Clubbetreiber.

Dabei zeigen Zahlen aus Genf und Zürich: Trotz allgemein hohen Ansteckungszahlen stehen weniger als 0.5% der Ansteckungen in Verdacht, mit einem Besuch eines Restaurants, Bars oder Clubs in Verbindung zu stehen.

Finanzielle Unterstützung sofort nötig!

Die Erfahrung mit 2G vom letzten Wochenende haben gezeigt, wie gross die wirtschaftlichen Herausforderungen sind, welche jetzt schon auf die Schweizer Nachtkulturunternehmen zukommen. Dabei handelt es sich um Betriebe, welche sich notabene zu 100% von den Gästen finanzieren und ein Grossteil der Kosten auf Fixkosten entfällt (Miete).

Gerade die Wintermonate und die Feiertage sind für Nachtkulturunternehmen existenziell. In dieser Zeit wird normalerweise bis zu 40% des Jahresumsatzes erzielt. Die Reserven sind nun nach 18 Monaten Pandemie aufgebraucht, unbezahlte Rechnungen die Realität.

«Der Bund muss Umsatzausfälle rasch und unkompliziert entschädigen», fordert die SBCB. Dazu brauche es eine schweizweit einheitliche Lösung sowie rasche und unkomplizierte Überbrückungskredite, bis eine Lösung mit A-fonds-perdu-Beiträgen zur Verfügung stehe.

«Ein wichtiges Element der Unterstützung stellt die Kurzarbeit dar, das vereinfachte summarische Verfahren muss zwingend sofort wieder eingeführt werden. Zudem sollten die Behörden darauf verzichten, Härtefallgelder oder Covid-19 Kredite zurückzufordern», heisst es in der Mitteilung.

Grafik: SBCK


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