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20.07.2009

Umschwung auf dem Weinmarkt

Karten werden neu gemischt

Die französischen und italienischen Winzer stehen unter Druck. Weine aus Australien und Südamerika laufen den traditionellen Weltmarktführern nach und nach den Rang ab. Im Trend liegen Riesling, Pinot Noir und gebietstypische Weine. Cabernet Sauvignon und Chardonnay sind zunehmend out.

Ende der 80er-Jahre stammte etwa jede dritte Flasche Wein, die weltweit getrunken wurde, aus französischer Herkunft. Den Weltmarkt teilten sich Frankreich und Italien zu fast zwei Drittel auf, wobei auf Italien zwischen 1986 und 1990 ein Anteil von durchschnittlich 29 Prozent entfiel. Doch plötzlich entdeckten die Konsumenten ihre Liebe zu den modern ausgebauten Weinen aus der Neuen Welt. Zwischen 1990 und 2007 stiegen die Weinexporte Australiens um 1850 Prozent, diejenigen Chiles um 1120 Prozent. 2007 hielten Frankreich und Italien zusammen nur noch 38 Prozent des Weltmarkts.

Im Vergleich zu den dreistelligen Zuwachsraten Australiens und Chiles legten die deutschen Weinexporte eher moderat zu. Sie stehen aber exemplarisch für einen anderen interessanten Trend am Weltmarkt: Die Verlagerung weg von den modernen, globalen Weinstilen hin zu gebietstypischen, autochthonen Weinen. Diese ABC-Bewegung ("Anything But Chardonnay or Cabernet") bringt Deutschland zurück ins Geschäft.

Im Fahrwasser des Riesling-Trends gelang es den deutschen Winzern, ihr "Liebfraumilch-Image" (süss und billig) abzulegen und die Preise kontinuierlich anzuheben. Erlösten sie im Jahr 2000 noch Durchschnittspreise von 128 Euro pro Hektoliter im Export, waren es 2007 bereits 200 Euro (in den USA sind es sogar 300 Euro, bei stark steigenden Volumen).

Die neue In-Traube heisst Pinot Noir. Davon werden vor allem Frankreich, Kalifornien und Deutschland profitieren. Allerdings gehen Marktforscher davon aus, dass die Auslandsnachfrage nach deutschem Pinot Noir zuerst aus Ländern wie Russland oder China ausgeht, weil hier mehr die Traube im Mittelpunkt steht und weniger das Herkunftsland. Den deutschen Rotweinen fehlen noch etwas Glanz und Reputation, obwohl sie bei Blindverkostungen regelmässig Spitzenplätze einnehmen.

Dossier: Wein
Permanenter Link: https://www.baizer.ch/aktuell?rID=1479


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