Back to Top
Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


Suchen Sie Mitarbeiter?
Schalten Sie jetzt für 58 Franken ein Stellenangebot auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe. Jahresabos ab 390 Franken.

04.06.2010

Rom will mit Touristensteuer leere Stadtkassen füllen

Italien erweist sich immer häufiger als Touristenfalle

Rom bittet seine Touristen bald zur Kasse: Der römische Bürgermeister Gianni Alemanno will eine "Touristen-Steuer" einführen. Besucher, die in der Ewigen Stadt im Hotel übernachten, sollen künftig pro Nacht einen Sonderbeitrag von bis zu zehn Euro zahlen.

sda. Damit will der Bürgermeister die Finanzen der italienischen Hauptstadt aufbessern. Angesichts der jährlich 20 Millionen Übernachtungsgäste könnte sich die Steuer als Segen für die Stadtkassen erweisen.

Mit der Steuer will die Gemeinde die hohen Ausgaben für die Erhaltung der Monumente und Denkmäler, der archäologischen Stätte sowie der Parks finanzieren. Rom werde täglich von Hunderttausenden Menschen besucht, die öffentliche Dienstleistungen nutzten, sagte Alemanno nach Angaben der römischen Tageszeitung "Il Messaggero".

Es sei richtig, dass die Touristen mit einer Steuer zur Sanierung der Bilanzen beitrügen, so der Bürgermeister weiter. "Die Römer müssen die Last des Massentourismus erdulden und sollten dafür eine Gegenleistung erhalten."

500 Millionen Euro im Jahr muss die Gemeinde Rom auftreiben, um ihre Verschuldung in Höhe von 9.6 Milliarden Euro einzudämmen. Das neu verabschiedete Sparpaket der Regierung Berlusconi, das Ausgabenkürzungen in Höhe von 24 Milliarden Euro in zwei Jahren vorsieht, erlaubt Gemeinden, eine Tourismussteuer einzuführen.

Italien erweist sich immer häufiger als Touristenfalle. In mehreren Städten und Ortschaften wurden bereits "Touristensteuern" eingeführt. Um den Massentourismus einzugrenzen, haben die Äolischen Inseln vor Sizilien eine solche Abgabe eingeführt.

Jeder Besucher, der per Schiff auf die Inseln gelangt, muss ausser der Fahrkarte auch eine "Eintrittssteuer" von einem Euro zahlen. Wer den Krater der Vulkaninsel Stromboli und Vulcano erreichen will, muss drei Euro zahlen.

"Der Beitrag der Touristen hilft uns, die Insel sauber zu halten und sie besser zu bewerten. Bisher hat sich noch niemand beklagt", sagten die Lokalverwalter der Äolischen Inseln.

Kaufleute und Hoteliers protestieren gegen die Touristensteuer. Sie befürchten, dass die Steuer Besucher verjagen könnte – ausgerechnet in einer Phase, in der der italienische Fremdenverkehr von der Krise und zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland bedroht wird.


Suchen Sie eine Stelle im Gastgewerbe?
Inserieren Sie kostenlos auf Gastro-Express, der führenden Jobbörse für das Schweizer Gastgewerbe!



Jetzt unterschreiben!

Ja zur Entschädigungsinitiative

entschaedigung-ja.ch
Auf Wecollect sofort unterschreiben


Mit E-Learning zum Wirtepatent!

1000 Franken plus Prüfungsgebühr
Mehr Informationen


Kostenlose Servicekurse

für Einsteigerinnen und Einsteiger
Jetzt informieren und anmelden