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01.09.2010

Die vergessene Schwester der Schwarzwurzel

Haferwurzel war lange Zeit ein sehr beliebtes Gemüse

Die Haferwurzel Tragopogon porrifolius war über Jahrhunderte hinweg ein sehr beliebtes Wurzelgemüse. Der häufig auch als Weisswurzel bezeichnete Korbblütler (Asteraceae) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wo er schon in der Antike als Gemüse verwendet wurde.

In unseren Breiten war es Albertus Magnus, der die Haferwurzel im 13. Jahrhundert als erster erwähnte und wegen ihres Geschmacks rühmte. Von 1850 bis 1920 wurde sie in Schlesien und Ostpreussen noch feldmässig angebaut, bis die sehr ähnliche Schwarzwurzel sie dann zunehmend von der Speisekarte verdrängte.

Einen Anbau von nennenswertem Umfang gibt es heute nur in England. Den Namen Weisswurzel erhielt das schlanke Gemüse wohl deswegen, weil die Wurzeln, verglichen mit denen der sehr dunklen Schwarzwurzeln, fast weiss erscheinen.

Wer Haferwurzeln geniessen möchte, wird nicht umhinkommen, sie im eigenen Garten anzubauen. Der Anbau ist gar nicht so schwer und ähnlich wie bei Schwarzwurzeln. Als zweijähriges Gewächs bildet die Haferwurzel im ersten Jahr Wurzeln und Blätter und im zweiten Jahr schöne, violette Blüten und wäre damit auch optisch eine Bereicherung. Die Samenstände erinnern an eine dicke Pusteblume mit langen Samen, wie bei Löwenzahn.

Geerntet wird frühestens ab Anfang Oktober, da die Wurzeln gerade im frühen Herbst noch reichlich an Masse zulegen. Für eine sinnvolle Verwertung in der Küche sollte die Wurzel eine Dicke von mindestens 2.5cm haben. Sie kann über Winter im Boden bleiben und nach Bedarf geerntet werden. Leichte Frosteinwirkung macht die Wurzeln sogar noch etwas süsser.

Auch in der Küche ähnelt sie der Schwarzwurzel. Der Vorteil: man muss sie nicht unbedingt schälen. Der süßlich-nussige Geschmack erinnert etwas an Austern, weswegen sie in England auch liebevoll "vegetable oyster" (vegetarische Auster) genannt wird. Sie eignet sich gekocht als Gemüsebeilage zu Fleischgerichten, als Einlage in Gemüsesuppen oder püriert als Cremesuppe. Und die schönen Blüten kommen oben drauf!

Autor: Jörg Planer / aid


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