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21.07.2011

Venedig-Reisende zahlen bald Sonderabgabe

Stadt will mit Tourismussteuer klamme Finanzlage aufbessern

Venedig wird für Besucher teurer: Ab dem 24. August führt die Gemeinde eine so genannte Tourismussteuer ein. Gäste, die in Venedig übernachten, müssen einen Beitrag zahlen, der je nach Jahreszeit und nach Art der Unterkunft - Hotel, Pension oder Campingplatz – festgelegt wird.

sda. Kinder unter zehn Jahren sind von der Zahlung ausgeschlossen, Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren müssen nur 50 Prozent der Steuer begleichen. Für ein Fünf-Sterne-Hotel beträgt der Obolus in der Hauptsaison fünf Euro. Wer in einer Ferienwohnung übernachtet, muss zusätzlich zwei Euro ausgeben, teilte die Stadt mit.

Mit der Touristensteuer will Venedig seine klamme Finanzlage aufbessern. Angesichts der Millionen Übernachtungsgäste, die jährlich gemeldet werden, könnte sich die Abgabe als wahrer Segen für die Gemeindekassen erweisen.

"Die Tourismussteuer ist eine Gelegenheit für die Stadt", sagte Vizebürgermeister Sandro Simionato. "Damit können wir das touristische Angebot bessern."

Mit der Steuer sollen die hohen Ausgaben für den Erhalt der Palazzi, Denkmäler sowie der Parks finanziert werden. "Venedig wird täglich von Hunderttausenden Menschen besucht, die unsere Dienstleistungen nutzen. Es ist richtig, dass sie mit einer Steuer zur Sanierung unserer Bilanzen beitragen", sagte Simionato.

Abgaben bereits in Rom und auf Äolischen Inseln

In mehreren Städten und Ortschaften Italiens wurden bereits Touristensteuern eingeführt. Damit wollen die Gemeinden den Erhalt ihrer kunsthistorischen Schätze finanzieren. In Rom wurde zu Jahresbeginn eine solche Abgabe eingeführt.

Auch die Äolischen Inseln vor Sizilien kassieren eine Steuer: Jeder Besucher, der per Schiff auf die Inseln gelangt, muss ausser der Fahrkarte auch einen Euro "Eintrittssteuer" zahlen. Wer den Krater der Vulkaninsel Stromboli und Vulcano erreichen will, muss sogar drei Euro ausgeben.

"Der Beitrag der Touristen hilft uns, die Insel sauber zu halten und sie besser zu bewerten", sagten die Lokalverwalter der Äolischen Inseln. "Bisher hat sich noch niemand beklagt."


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