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22.08.2012

Stadt Zürich verlängert Liefervertrag mit Carlsberg

Wirte erhalten nur einen Drittel der Rückvergütung

Die Stadt Zürich verlängert einen Liefervertrag mit Carlsberg – ohne öffentliche Ausschreibung. Betroffen sind rund dreissig Lokale in städtischen Liegenschaften. Die Wirte erhalten nur 33% der ausgehandelten Rückvergütung. Unabhängige Produzenten und Getränkehändler gehen leer aus.

Mittlere und grosse Gastronomiebetriebe, die sich in einer städtischen Liegenschaft befinden, müssen auch weiterhin Feldschlösschen oder Hürlimann ausschenken. Ein entsprechender Liefervertrag wurde um drei Jahre bis zum Herbst 2016 verlängert, wie die Stadt Zürich ihren Mietern in einem Brief mitteilte.

Mindestens zwei Drittel des verkauften Bieres muss laut Vertrag aus dem Carlsberg-Konzern stammen. Wirte, die sich nicht daran halten, riskieren eine Geldstrafe und im Wiederholungsfall die Auflösung des Mietvertrags. Laut einem Bericht des Tages-Anzeigers sind dem Deal mit der Carlsberg-Tochter Feldschlösschen weder eine öffentliche Ausschreibung noch eine Vernehmlassung vorausgegangen.

Weil sich die Wirte verpflichten müssen, ihr Bier ausschliesslich über Absatzkanäle im Besitz von Carlsberg zu beziehen, ist der Freirahmen für andere Biere nur schwer auszunützen. So werden beispielsweise die Produkte der in Zürich bekannten Turbinenbräu gar nicht von Feldschlösschen vertrieben. Auch unabhängige Getränkehändler gehen leer aus.

Die Stadt macht geltend, dass ihr Anteil an den Rückvergütungen dazu diene, die gastgewerblichen Liegenschaften instand zu halten und auszubauen. Es handle sich um eine "Quersubventionierung". Der Rahmenvertrag soll in drei Jahren neu ausgeschrieben werden.

Vor einigen Monaten haben 86 Prozent der Zürcher Stimmberechtigten Ja gesagt zum KMU-Artikel in der Gemeindeordnung. Darin steht, dass kleine und mittlere Unternehmen in Zürich gefördert werden sollen.

Gemäss Gemeinderat und Bierbrauer Urs Egger (FDP) steht das Vorgehen der Liegenschaftsverwaltung "etwas schief in der Landschaft". Natürlich sei es bequem, mit einem Grossen weiterzumachen, meinte er im Tages-Anzeiger. "Da Feldschlösschen der teuerste Lieferant ist, macht die Verlängerung aus liberaler Sicht jedoch keinen Sinn", so Egger.

Der Parlamentarier ärgert sich über die Behauptung der Stadt, der Rahmenvertrag habe die Entwicklung der lokalen Biere gefördert. Egger verlangt vom Stadtrat nun Antworten, wie es mit dem Bier in den städtischen Liegenschaften weitergehen soll.

Dossiers: Bier | Kartelle
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