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05.09.2012

Fertige Bolognese-Sauce im Test

Besser aus dem Glas als aus der Tüte

Wenn es nicht selbst gekocht sein soll, ist fertige Bolognese-Sauce aus dem Glas offenbar die beste Wahl. Das hat eine Untersuchung von Stiftung Warentest ergeben.

Die Lebensmittelprüfer nahmen 27 verschiedene Produkte unter die Lupe – ungekühlte und gekühlte Saucen, Bolognese mit Fleisch, vegetarische Saucen und verschiedene Tütenpulver, denen Hackfleisch und Wasser zugefügt werden muss. Die Tester verkosteten die Saucen pur und prüften Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz. Auch auf Schadstoffe und Keime wurde untersucht.

Die schmackhaftesten Bolognese-Saucen werden ungekühlt im Glas angeboten, wobei Markenware die besten Noten bekam. Der "sehr gute" Testsieger roch und schmeckte kräftig nach Tomate, geschmortem Fleisch und mediterranen Kräutern, er war besonders fruchtig und aromatisch – und das ohne den Zusatz von Aromen und Zusatzstoffen. Produkte vom Discounter waren insgesamt "gut", konnten aber im Geschmack nicht mithalten.

Einige Hersteller orientieren sich nicht am Originalrezept für Bolognese und verwenden auch keine typisch italienischen Zutaten, kritisiert Stiftung Warentest. So wurde eine Sauce als "mangelhaft" beurteilt, weil sie sehr salzig und nach Bratensauce schmeckte. Zudem enthielt sie den Geschmacksverstärker Glutamat und Hefeextrakt.

Auch die fünf Instantsauce waren sehr salzig und der typische Tomatengeschmack und die Fruchtigkeit fehlten. Das zugefügte Fleisch liess sich nur schwer mit der Sauce mischen und blieb bissfest. Die drei Saucen aus dem Kühlregal waren zwar hochwertig und frisch, aber geschmacklich nicht überzeugend. Keime und Schadstoffe wie etwa Weichmacher waren generell kein Problem.

Ganz einfach können Köche eine köstliche Bolognese-Sauce selbst zubereiten – es braucht nur etwas Zeit. Dazu werden Sellerie, Karotten und Zwiebeln klein geschnitten und in Olivenöl angebraten. Dann Speck und Hackfleisch hinzugeben, durchbraten und mit Brühe ablöschen. Zum Schluss kommen gehackte Tomaten und Gewürze wie Salz, Pfeffer, Basilikum und Petersilie hinzu. Alles muss mindestens eine Stunde köcheln, und fertig ist der italienische Genuss für Pasta und Lasagne.

Autorin: Heike Kreutz / aid


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