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19.11.2012

Schweizer Brauer vor grossen Herausforderungen

Marktanteil der Importbiere steigt auf fast 24 Prozent

Im Braujahr 2011/12 wuchs der gesamte Schweizer Biermarkt wie im Vorjahr um 0.7 Prozent auf 4'623'631 Hektoliter an. Während sich der Inlandausstoss der Schweizer Brauereien um 0.3 Prozent verringerte, wuchsen die Bierimporte um 4.1 Prozent. Der Marktanteil der Bierimporte beträgt 23.6 Prozent. Mehr als die Hälfte stammen aus Deutschland.

Der gesamte Schweizer Biermarkt verzeichnete im abgelaufenen Braujahr (Oktober 2011 bis September 2012) einen Zuwachs von 31'236 Hektolitern auf 4'623'631 Hektoliter. Das sind 462.36 Millionen Liter.

Die Zunahme von 0.7 Prozent ist geprägt durch einen erneuten Anstieg der Bierimporte von 4.1 Prozent (Vorjahr 7.1 Prozent). Der Bierimportanteil am heimischen Markt beträgt nun 23.7 Prozent (Vorjahr 22.9 Prozent) oder 1'094'636 Hektoliter. Davon stammen 51 Prozent (Vorjahr: 51.2 Prozent) aus Deutschland, aus Frankreich sind es 14.5 Prozent (Vorjahr: 16.6 Prozent) und aus Portugal 12.2 Prozent (Vorjahr 11.3 Prozent).

Der Inlandausstoss der Schweizer Brauereien verminderte sich leicht um 0.3 Prozent auf 3'528'995 Hektoliter, was einem Marktanteil von 76.3 Prozent (Vorjahr 77.1 Prozent) entspricht – wohlverstanden bei einer Bevölkerungszunahme von fast 1.5 Prozent.

Tatsache ist, dass der Bierkonsum in der Schweiz seit Jahren stagniert. Auch das Braujahr 2011/12 ist nur durch ein leichtes Wachstum geprägt. Diese Tendenz lässt sich auch in anderen europäischen Staaten beobachten, in denen der Bierkonsum ebenfalls stabil oder gar rückläufig ist.

Die Euroschwäche und die wirtschaftlich unsichere Lage zeigen auch Auswirkungen im Kaufverhalten der Bevölkerung – so hat auch der Einkaufstourismus im Berichtsjahr abermals zugenommen, mit den entsprechenden Nachteilen für die schweizerische Wirtschaft. "Auch die bereits in den letzten Jahren konstatierte Konsumverlagerung von der Gastronomie weg in den Detailhandel hält weiter an" sagt Dr. Markus Zemp, Präsident des Schweizer Brauerei-Verbands.

In der Politik gestaltet sich das Umfeld für die Bierbrauer in der nächsten Zeit ebenfalls herausfordernd. Im Januar 2013 dürfte sich die vorberatende Kommission des Ständerates erstmals mit der Revision des Alkoholgesetzes befassen. Diese sieht verschiedene Eingriffe in die Wirtschaftsfreiheit vor, wie z.B. zeitliche Alkoholverkaufsverbote.

Auch die Debatte um das Pflichtpfand wird in Bundesbern weitergeführt. Hier spricht sich der Schweizer Brauerei-Verband ganz klar gegen das Ansinnen der Getränkegrossisten aus. "Die bewährten Recyclingsammelströme sind seit Jahrzehnten eingespielt und etabliert. Durch ein Pflichtpfand würden diese zerstört", sagt Marcel Kreber, Direktor des Schweizer Brauerei-Verbands. Die jährlichen Kosten für einen Systemwechsel von 280 Millionen Franken wären immens. "Ein Pfand würde die Kaufkraft abschöpfen und die Abfallberge anschwellen lassen", so Kreber.

Der Schweizer Brauerei-Verband ist die Branchenorganisation der Brauwirtschaft. Dem Verband gehören 16 Unternehmen mit 18 Braustätten an, die etwa 97 Prozent der inländischen
Bierproduktion abdecken. Die schweizerische Brauwirtschaft erzielt insgesamt einen Umsatz von
rund einer Milliarde Franken. Rund 28'000 Arbeitsplätze sind direkt und indirekt mit ihr verbunden.

Dossier: Bier
Permanenter Link: https://www.baizer.ch/aktuell?rID=3757


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