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Wirteverband Basel-Stadt

Wirteverband Basel-Stadt


10.11.2013

Bevölkerung befürwortet Öffnung des Agrarmarktes

Zustimmung zu weiteren Liberalisierungsschritten

Der Markt für Agrarprodukte wird durch Schutzzölle und Importkontingente stark abgeschottet, was dazu beiträgt, dass Nahrungsmittel in der Schweiz sehr viel teurer sind als im benachbarten Ausland. Einzig die Märkte für Wein und Käse sind seit einigen Jahren liberalisiert. Gemäss einer repräsentativen Umfrage will eine Mehrheit der Deutschschweizer Bevölkerung nun eine weitergehende Öffnung.

Das Link-Institut hat Ende Oktober im Auftrag des Wirteverbands Basel-Stadt 679 in der Deutschschweiz wohnhafte Personen im Alter zwischen 15 und 74 telefonisch befragt. 55.6% der Umfrageteilnehmer sprechen sich für eine Öffnung weiterer Marktsektoren wie Fleisch, Milch oder Gemüse aus. Lediglich 36.6% lehnen dies ab.

"Die Zeit ist reif für weitere Öffnungsschritte", findet Maurus Ebneter, Vorstandsdelegierter des Wirteverbands Basel-Stadt. Eine schrittweise und gezielte Marktöffnung müsse einhergehen mit der Förderung des Absatzes von regionalen Produkten. "Vom Parlament ist leider wenig zu erwarten, solange die Bauern für Planwirtschaft statt für Wettbewerb eintreten", so Ebneter. Die Beispiele Wein und Käse zeigten, dass eine Liberalisierung Chancen bietet: "Qualität und Vielfalt der Produkte nehmen zu, was Absatzchancen im In- und Ausland ergibt."

Deutlich mehr als die Hälfte der befragten Deutschschweizer sind für weitere Öffnungsschritte: 18.2% der Befragten wollen eine unverzügliche Marktöffnung, weitere 22.1% möchten der heimischen Landwirtschaft maximal fünf Jahre Zeit für Anpassungen lassen, für 15.3% darf es auch länger dauern. Nur gerade 36.6% lehnen eine weitere Agrarmarktöffnung grundsätzlich ab. 7.7% der Befragten äusserten keine Meinung.

Am stärksten ist die Skepsis gegenüber einem freieren Handel in Gemeinden mit weniger als 10'000 Einwohnern. Hier lehnen 42.3% der Befragten weitere Öffnungsschritte ab, doch immerhin 51.3% können sich solche vorstellen. In den Städten lehnen nur 34.6% der Befragten eine Liberalisierung ab.

In der Nordwestschweiz haben lediglich 31.6% der Umfrageteilnehmer Bedenken gegenüber einer Agrarmarktöffnung. In Zürich sind es 33.9%, in Bern 38.4%, in der Ostschweiz 39.4% und in der Zentralschweiz 42.4%.

Am stärksten für die Liberalisierung sind die 30-49-Jährigen. Nur gerade 32.4% lehnen sie ab. Bei den 50-74-Jährigen sind 41.8% ablehnend. Allerdings finden auch 50.8% der älteren Befragten, dass es zu weiteren Marktöffnungen kommen soll.


Studienbeschrieb

Das Link-Institut befragte zwischen 28. Oktober und 2. November 2013 im Rahmen von telefonischen Interviews 679 in der Deutschschweiz wohnhafte Personen zwischen 15 und 74 Jahren. Die Auswahl der Haushaltungen erfolgte "at random", um eine repräsentative Verteilung zu erreichen. Für die Auswahl der Zielpersonen innerhalb der Haushaltung wurde ein mehrdimensionales Quotenerfahren mit den Merkmalen Geschlecht, Alter, Region, Ortsgrösse und Erwerbstätigkeit eingesetzt.

So wurde gefragt: "Der schweizerische Markt für Agrarprodukte wird durch Schutzzölle und Importkontingente stark abgeschottet, was dazu beiträgt, dass Nahrungsmittel in der Schweiz sehr viel teurer sind als im benachbarten Ausland. Einzig die Märkte für Wein und Käse sind seit vielen Jahren liberalisiert. Sollen auch weitere Marktsektoren wie Fleisch, Milch oder Gemüse geöffnet werden?"

Mögliche Antworten waren: Ja, weitere Sektoren sollen sofort geöffnet werden / Ja, weitere Sektoren sollen schrittweise über maximal fünf Jahre geöffnet werden / Ja, weitere Sektoren sollen schrittweise, über einen längeren Zeitraum als fünf Jahre geöffnet werden / Nein, es sollen keine weiteren Sektoren geöffnet werden / Ich weiss nicht, ich habe dazu keine Meinung.


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