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02.06.2014

Aufholprozess bei der Tourismusnachfrage

BAK Basel erwartet mehr Hotelübernachtungen in der Sommersaison

Mit einer Zunahme der Hotelübernachtungen um schätzungsweise rund 1 Prozent blieb die vergangene Wintersaison hinter den Erwartungen zurück. Für die Sommersaison 2014 erwartet BAK Basel einen Anstieg der Hotelübernachtungen um 1.7 Prozent gegenüber der Vorjahressaison. Dabei dürfte die ausländische Nachfrage deutlich stärker zulegen als die Binnennachfrage. Für das Tourismusjahr 2015 wird mit einem Ergebnis von +1.8 Prozent gerechnet.

Die Nachfrageentwicklung in der Wintersaison 2013/2014 blieb hinter den Erwartungen der letzten Prognose – welche auf kräftigen Aufholeffekten nach einigen schwierigen Jahren basierten – zurück. Die aktuellste Schätzung für die im April 2014 zu Ende gegangene Wintersaison geht von einer Zunahme der Hotelübernachtungen um rund 1.0 Prozent aus.

Die Gründe für diese Entwicklung liegen zum einen in den vergleichsweise schlechten Schnee- und Witterungsbedingungen und zum anderen in einer Entwicklung des realen Konsums, die weniger positiv ausgefallen ist als erwartet.

Nachdem im Sommer 2013 mit einem Wachstum der Nachfrage nach Hotelübernachtungen von 3.5 Prozent deutliche Aufholprozesse zu beobachten waren, dürfte sich die Zunahme in der laufenden Sommersaison (Mai 2014 bis Oktober 2014) wieder abschwächen.

Dank einer sich weiter aufhellenden weltweiten Konjunktur und einem stabilen Euro-Wechselkurs dürfte das Wachstum mit einem Plus von 1.7 Prozent jedoch leicht über dem langfristigen Wachstumspfad von 1 bis 1.5 Prozent liegen.

BAK Basel erwartet, dass die Binnennachfrage mit einem Plus von 0.8 Prozent ein moderates Wachstum verzeichnen wird. Die ausländische Nachfrage nach Hotelübernachtungen dürfte in der angelaufenen Sommersaison mit einem Wachstum von 2.4 Prozent deutlicher ansteigen, was vor allem auf eine positive Entwicklung der Nachfrage aus Fern- und Wachstumsmärkten zurückzuführen ist.

Das Tourismusjahr 2015 (+1.8%) wird voraussichtlich ein etwas besseres Ergebnis bringen als 2014 (+1.4%), vor allem da die kommende Wintersaison nach dem vergleichsweise verhaltenen Winter 2013/2014 besser ausfallen dürfte.

Im Tourismusjahr 2016 werden die Aufholprozesse dann voraussichtlich vollständig ausgelaufen sein und die Schweizer Tourismuswirtschaft sich auf dem langfristigen Wachstumspfad bewegen (+1.3%). Dabei profitiert der Schweizer Tourismus mittelfristig von den aufgehellten Konjunkturaussichten der Weltwirtschaft, von einem stabilen Euro-Wechselkurs sowie von weiter steigenden Einkommen in verschiedenen Wachstumsmärkten (z.B. Asien, Osteuropa).

Gemäss den neuesten Schätzungen von BAK Basel dürften die Verkehrserträge der Schweizer Bergbahnen im laufenden Tourismusjahr im Vergleich zum Vorjahr real um rund 0.4 Prozent zulegen. Die Aussichten für die Verkehrserträge der Schweizer Bergbahnen zeigen sich mit erwarteten Wachstumsraten von 2.5 Prozent im Jahr 2015 und 2.4 Prozent im Jahr 2016 positiv.

Für die prognostizierte Entwicklung gibt es verschiedene Gründe: Zum einen sollte sich bei den übernachtenden Gästen eine Nachfragesteigerung einstellen. Vor allem aber erwartet BAK Basel bei den Tagesgästen aus der Schweiz dank sehr günstiger Binnenkonjunktur einen spürbaren Aufwärtstrend.


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