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Wirteverband Basel-Stadt

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13.10.2014

Schneider Weisse ist in der Schweiz völlig überteuert

Statt Währungsgewinne weiterzugeben, wird munter aufgeschlagen

Die Feldschlösschen Getränke AG hat als Generalimporteur von "Schneider Weisse" den Fassbierpreis des bayerischen Weizenbiers per 1. September 2014 um 5% auf 4.20 Franken pro Liter angehoben. Zwar ist dies der erste Aufschlag seit 2009, doch unter Berücksichtigung des Euro-Kurses ist er dennoch unverschämt. Statt die happigen Währungsgewinne der letzten Jahre weiterzugeben, wird abgezockt.

Im Jahr 2005, als der Euro noch bei durchschnittlich 1.54 lag, kostete ein Liter Schneider Weisse in der Schweiz 3.49 Franken. Zwei Jahre darauf erfolgte ein Aufschlag auf 3.65, ein Jahr später dann auf 3.80 Franken; dies bei einem etwas höheren Eurokurs von gut 1.60. So weit, so gut.

Die darauffolgende Preisentwicklung ist ein Skandal. 2009 hatte der Euro auf 1.47 nachgegeben, was Feldschlösschen nicht davon abhielt, den Liter Schneider Weisse auf 4 Franken zu erhöhen. Nun liegt der Euro seit langem bei einem Kurs von 1.20, im Sommer 2011 sackte er sogar fast auf Parität ab. Dennoch erfolgte ein Aufschlag auf 4.20 Franken. Ein Liter Schneider Weisse kostet heute 15% mehr als 2007, obwohl der Euro seit damals um 25% an Wert verlor!

Weit weniger stark hat die Halbliterflasche des gleichen Bieres aufgeschlagen. Sie kostet heute 2.17 Franken und damit immer noch gleich viel wie 2009. Der Preis liegt "nur" 4.8% höher als 2007. Angesichts des schwachen Eurokurses ist allerdings auch dieser Aufschlag nicht im Geringsten gerechtfertigt. Vor dem Hintergrund, dass ein deutscher Wirt für eine Halbliterflasche Schneider Weisse lediglich 64 Cents (77 Rappen) und somit fast zwei Drittel weniger bezahlt, schon gar nicht!

Die unterschiedliche Preisentwicklung zeigt den Effekt von Bierlieferverträgen. Bei Fassbierkunden wird die Exklusivitätsklausel durchgesetzt, während Bezüger von Flaschen einfacher umsteigen können. Zwar gibt es auch hier oft eine Exklusivitätsvereinbarung, doch wird diese in der Praxis nicht so streng durchgesetzt. Zudem kann der Kunde einfacher auf andere Lieferanten ausweichen, zum Teil sogar auf Parallelimporte.


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