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Wirteverband Basel-Stadt

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25.12.2014

Tourismus starker Wirtschaftsfaktor für Nürnberg

Bruttoumsatz von 1.6 Milliarden Euro

Wirtschaftsfaktor Tourismus in Nürnberg: Er sorgt für einen Bruttoumsatz in Höhe von 1.6 Milliarden Euro in Nürnbergs Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe. Mit fast zwei Dritteln dominiert der Geschäftsreiseverkehr. Für die kommenden Jahre ist mit einem weiteren Übernachtungsanstieg sowohl im Geschäftsreiseverkehr als auch im privat motivierten Tourismus zu rechnen.

Dies sind die Kernaussagen der Studie der dwif Consulting GmbH im Auftrag der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg. Hierzu sagt Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas: "Die Studienergebnisse zeigen die herausragende Bedeutung des Tourismus, insbesondere des Geschäftsreiseverkehrs als Wirtschaftsfaktor für Nürnberg. In Nürnberg leben 30'000 Menschen vom Tourismus. "Wir müssen diesen wachsenden Markt kontinuierlich beobachten, um weiterhin als Tourismus- und Kongressstandort vorne zu bleiben", so Fraas.

Beeindruckende Fakten kann der Autor der Studie, Dr. Manfred Zeiner, Geschäftsführer der dwif-Consulting GmbH, präsentieren: "Insgesamt 31 Millionen Tagesgäste pro Jahr sind sowohl quantitativ als auch als touristischer Umsatzbringer eine wichtige touristische Nachfragegruppe für Nürnberg. Der Marktanteil an allen Tagesreisen nach Bayern konnte gegenüber dem Jahr 2006 von 6.6 auf 6.9 Prozent gesteigert werden." Das sei angesichts sinkender Bevölkerungszahlen und des demographischen Wandels positiv.

Erstmalig wurde eine Detailanalyse des sogenannten Sofa-Tourismus – die Übernachtungen bei Verwandten oder Bekannten – durchgeführt. Rund 1.9 Millionen Übernachtungen in Privathaushalten erwirtschaften einen Bruttoumsatz von 62.7 Millionen Euro jährlich.

Bisher unterschätzte Übernachtungen bei Bekannten

Der Sofa-Tourismus ist ein interessanter Potenzialmarkt: pro Haushalt und Jahr finden sieben private Übernachtungen statt, aber rund 29 Prozent der Gastgeber könnten sich vorstellen, ihre Besucher in Zukunft auch in einem Beherbergungsbetrieb unterzubringen. "Für die Hotellerie schlummert hier ein zusätzliches Potenzial", erläutert die städtische Verkehrsdirektorin Yvonne Coulin.

Über 30'000 Personen leben vom Tourismus in Nürnberg, betrachtet man das Einkommensäquivalent. Wirtschaftliche Basis für den Tourismus ist der Geschäftsreiseverkehr. Drei Viertel der Übernachtungen in den an der Studie beteiligten Betrieben erfolgten aus geschäftlichen Motiven. Die nähere Betrachtung zeigt drei nahezu gleichrangig besetzte Segmente: der klassisch Geschäftsreisende (34 Prozent), der Teilnehmer an Kongressen, Tagungen, Seminaren oder Workshops (34 Prozent) und der Messegast (32 Prozent). Der Anteil der internationalen Geschäftsreisenden liegt bei etwa 26 Prozent.

Rund zwei Drittel der befragten Betriebe erwarten in den nächsten drei Jahren weitere Steigerungen bei den Übernachtungen im Geschäftsreiseverkehr.

"Die Untersuchung der Marktsegmente zeigt, dass es bei 83 Prozent der Betriebe in den letzten Jahren gelungen ist, Übernachtungen durch Privatreisende zu steigern. Die Massnahmen aus Mitteln des Tourismusfonds zeigen Wirkung und belegen – der Tourismusfonds ist ein Erfolgsfaktor für Nürnberg", so Wirtschaftsreferent Dr. Fraas.

Die Prognose für das Segment ist positiv – drei Viertel der befragten Betriebe erwarten einen Anstieg der Übernachtungen im privat motivierten Tourismus. Dr. Fraas hebt beim privaten Tourismus auch den Bau des neuen Personenschifffahrtshafens für Kabinenkreuzfahrschiffe hervor. Auch dieser Sektor boomt. Als eine der wichtigsten Herausforderungen im Geschäftsreiseverkehr nennt er die Schliessung der Angebotslücke im Kongress-Segment im Bereich von 500 bis 1000 Personen.

Nürnberg verzeichnet pro Jahr 31 Millionen Tagestouristen. Bild: Tourismus-Zentrale Nürnberg



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