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Wirteverband Basel-Stadt

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01.02.2015

Reduziert SAP jetzt endlich die Wartungskosten?

Die Geschichte mit den Währungsgewinnen wiederholt sich

Die Interessensgemeinschaft SAP Schweiz sorgt sich. Bereits am 13. Oktober 2011 forderten die Mitgliederfirmen von SAP einen Währungsrabatt von 20 Prozent infolge des damaligen Euro-Kurssturzes. Der Software-Riese hat sich seither wenig bewegt. Verbesserungen konnten einzig dank zweijährigem Einsatz des Preisüberwachers erreicht werden. Nun gibt es ein Déjà-vu.

Die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank führt dazu, dass Schweizer KMU noch mehr unter der Frankenstärke leiden als zuvor. SAP und weitere grosse Softwarekonzerne spielen ihre Marktmacht aus und verweigern Preissenkungen.

Die Kunden von SAP werden unfair behandelt. Einige bezahlen für die Wartung noch Beträge auf Basis des früheren Euro-Umrechnungskurses von 1.50, was aktuell einem Zuschlag von beinahe 50 Prozent entspricht! Die meisten Kunden bezahlen 20% mehr als ihre ausländische Konkurrenz. Problematisch ist das vor allem, weil es für die Wartung der Software keine Alternative gibt.

Guter Rat ist teuer. Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft SAP Schweiz denken über Massnahmen nach. Zum einen soll der Dialog mit SAP fortgeführt, zum anderen die Weko eingeschaltet werden. Gefordert werden individuelle Massnahmen je nach Situation bei den Kunden, in jedem Fall aber Währungsrabatte bei den Wartungsrechnungen. Die Mitgliederfirmen drohen sogar mit einer Kündigung der Wartungsverträge.

"Gefordert sind Taten statt lauwarme Worte. SAP muss endlich handeln", sagt Peter Hartmann, Sprecher der Interessensgemeinschaft. 2013 erzielte SAP in der Schweiz einen Umsatz von 795 Millionen Franken, was etwa 662 Millionen Euro entsprach. Zum aktuellen Kurs wären das rund 760 Millionen Euro: In der Konzernwährung sind das 108 Millionen resp. 20 Prozent mehr. Alleine wegen der Wartungskosten der Mitgliederfirmen ergeben sich für SAP rund 13 Millionen "mehr Gewinn".

De IG SAP Schweiz ist die einzige unabhängige Vereinigung von SAP-Anwendern in der SAP-Community. Es handelt sich um eine Initiative, die rechtliche und kommerzielle Interessen der SAP-Anwender in der Schweiz koordiniert und den Erfahrungsaustausch sicherstellt.

Die Interessensgemeinschaft wurde im 2008 gegründet und besteht heute aus rund 70 Firmenmitgliedern und über hundert registrierten Teilnehmern. Die vereinigte SAP-Lizenzsumme beträgt rund 320 Millionen Franken, davon entfallen etwa 65 Millionen auf Wartungskosten.


 

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