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Wirteverband Basel-Stadt

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21.08.2015

Denner und Coca-Cola einigen sich

Getränkegigant gibt nach, schottet aber seinen Vertrieb ab

Der Discounter Denner und der schweizerische Abfüller von Coca-Cola haben sich über tiefere Preise für 2-Liter-Flaschen verständigt. Beweist das, dass Nachfrager aus der Schweiz die schwarze Brause im Ausland zu den dort üblichen Bedingungen einkaufen können? In keiner Weise!

2014 löste Denner mit generalstabsmässig vorbereiteten Importen von Coca-Cola aus Tschechien Preissenkungen in der Schweiz aus. Eine Zwei-Liter-Flasche kostete fortan nur noch 1.95 statt 2.50 Franken. In der Folge senkten auch andere Schweizer Detailhändler ihre Preise. Nun hat sich Denner mit Coca-Cola geeinigt und stoppt die Importe. In den Regalen des Discounters stehen wieder Zwei-Liter-Flaschen des Schweizer Abfüllbetriebs – und sie kosten gleich viel wie das bisher aus Tschechien importierte Getränk.

Diese Einigung beweist allerdings nicht, dass Coca-Cola im Ausland zu Originalbedingungen eingekauft werden kann. Denner hat in Tschechien weit mehr bezahlt als ein tschechischer Grosshändler dies direkt beim Abfüller hätte tun müssen. Um die schweizerischen Deklarationsvorschriften einzuhalten, mussten zudem teure Zusatzetiketten angebracht werden.

Das wäre bei österreichischer, italienischer, französischer oder belgischer Ware nicht nötig gewesen, doch aus den diesen Ländern kann man praktisch nicht lastenzugsweise importieren. Und Deutschland kommt wegen des Pflichtpfands schon gar nicht in Frage. Auf dem Graumarkt – oder genauer gesagt auf dem "freien Markt" – wird von teilweise dubiosen Zwischenhändlern lediglich osteuropäische und zum Teil englische oder dänische Ware angeboten. Spanische Quellen, die vor einigen Jahren noch funktionierten, wurden von Coca-Cola systematisch ausgetrocknet.

Noch schlimmer ist die Situation bei den wichtigen 50cl-PET-Flaschen. Es ist schlicht unmöglich, in einem deutsch-, französisch- oder italienischsprachigen Land grössere Mengen auch nur halbwegs zu den dort branchen- und marktüblichen Bedingungen einzukaufen. So schottet Coca-Cola das Schweizer Vertriebssystem ab und hält hier künstlich die Preise hoch.

Denner ist ein Einzelfall. Es gibt immer noch sehr viele Produkte, die nicht in genügender Menge, nicht zu Originalpreisen oder überhaupt nicht parallel importiert werden können. Daher kann bei all diesen Produkten gegenüber den Anbietern kein Druck aufgebaut werden, der diese dazu veranlassen würde, auf ungerechtfertigte "Schweiz-Zuschläge" zu verzichten.


 

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