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06.09.2015

Wer bezahlt die Taktverdichtung?

Gedanken zum Einkaufstourismus

Die Basler Verkehrsbetriebe fahren neuerdings doppelt so oft mit dem 8er-Tram nach Weil am Rhein. Sie reagieren damit auf überfüllte Wagen. Was ist davon zu halten?

Eine grenzüberschreitende Tramlinie ist ein Grund zur Freude. Selbstverständlich müssen die Basler Verkehrsbetriebe reagieren, wenn die Trams ständig überfüllt sind. Ob sie sich hingegen über den Andrang "freuen" sollen, wie es in einer Mitteilung hiess, ist eine andere Frage. Jede Tramlinie, auch der stark frequentierte 8er, ist im Betrieb defizitär. Bei einer Taktverdichtung ohne Tariferhöhung ergibt sich somit ein höherer Fehlbetrag.

Die Frage ist nun, warum der Basler Steuerzahler den roten Teppich für Einkaufstouristen nach Weil bezahlen sollen resp. weshalb nicht die Hauptnutzniesser in Deutschland den Ausbau finanzieren. Das wäre nur schon angezeigt, weil bereits der Bau der Tramlinie zu einem viel zu hohen Teil von den Schweizern bezahlt wurde.

Den Einkaufstouristen ist nichts vorzuwerfen. Mündige Bürgerinnen und Bürger sollen und können dort einkaufen, wo sie wollen. Nur muss man dann auch den Schweizer Handels- und Gewerbebetrieben erlauben, ihre Waren dort zu beschaffen, wo es für sie wirtschaftlich Sinn ergibt. Von einer solchen Handels- und Gewerbefreiheit sind wir weit entfernt!

Unser Land muss endlich Handelshemmnisse abbauen, die Agrarmärkte öffnen und gegen missbräuchliche "Schweiz-Zuschläge" von abgeschotteten Vertriebssystemen vorgehen. Das wären wichtige Grundvoraussetzungen für einen fairen Wettbewerb.

Unsere Betriebe müssen wieder international wettbewerbsfähig werden. Das bedingt, dass Unternehmer ständig an sich arbeiten, doch auch die Politiker haben ihre Hausaufgaben zu erledigen und für gleich lange Spiesse zu sorgen – nicht zuletzt bei den Ladenöffnungszeiten und Parkplätzen.

Reichen die Tramkapazitäten ins Ausland nicht aus, wird das Angebot umgehend ausgebaut. Verschlechtert sich hingegen die Erreichbarkeit der Innenstadt – immer mehr Staus und volle Parkhäuser zeugen davon – dann werden Strassen zurückgebaut und Parkplätze aufgehoben. Mit einer solchen Politik strangulieren wir uns selbst!

Bei den kantonalen Wahlen im nächsten Jahr haben wir die Möglichkeit, eine Kurskorrektur einzuleiten. Es braucht wieder mehr Unternehmer und Gewerbetreibende im Grossen Rat. Nur dann ist sichergestellt, dass Augenmass und Bodenhaftung wieder einkehren.

Maurus Ebneter
Delegierter des Vorstands
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