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Wirteverband Basel-Stadt

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18.12.2015

Parat sein heisst die Devise

Online-Buchungen: 2016 wird ein mobiles Jahr

Eine Studie des Marktforschungsinstituts eMarketer prophezeit, dass im kommenden Jahr mehr als 50 Prozent der Online-Buchungen mittels Mobilgeräten erfolgen werden.

sda. Internet-Buchungen nehmen stetig zu. Ein Drittel aller Hotelreservationen wurde 2014 per Internet getätigt (E-Mails ausgenommen). Buchungen, die in derselben Zeitspanne durch Mobilgeräte (Smartphone oder Tablet) erfolgten, machten 10 bis 15 Prozent aus, konstatierte das Walliser Tourismus-Observatorium in seiner Studie zu den Vertriebstrends in der Schweizer Hotellerie, erschienen letzten Februar.

Gemäss einer kürzlich erschienenen Studie des Marktforschungsinstitutes eMarketer werden ab 2016 mehr als 50 Prozent der Internet-Buchungen mittels Mobilgeräten realisiert werden – bis 2019 könnten gar 70 Prozent aller Online-Buchungen auf diesem Wege erfolgen. Die eMarketer-Analyse bezieht sich allerdings ausschliesslich auf amerikanische Kunden. Die Resultate dürften ¬jedoch in Europa etwa gleich ausfallen, wird doch auf dem alten Kontinent die höchste Anzahl an Buchungen via mobile Endgeräte gezählt.

Weshalb ist es wichtig zu wissen, dass die Gäste je länger je mehr mit ihren Mobilgeräten reservieren werden? Weil der Kunde hierfür über die Internetseite des Hotels geht. Diese muss also für Smartphones und Tablets kompatibel sein.

Das Walliser Tourismus-Observatorium zeigte jedoch in der eingangs genannten Studie ebenfalls auf, dass 2014 "nur" 60 Prozent aller Hotels über eine Website mit "responsive design" verfügten, also über eine Homepage, die für mobile Endgeräte tauglich war, seien es Tablets oder Smartphones. Zwar hat sich diese Zahl seit 2012 verbessert, als gerade mal ein Drittel aller Beherberger über ein solches Tool verfügten. Doch bieten immer noch 40 Prozent aller Hotels in der Schweiz eine Webseite mit einem für Mobilgeräte unleserlichem Interface (Schnittstelle) an – zu viele.

Die Hoteliers vergessen hier oft, dass die Leistung des Hotels ebenfalls darunter leidet. Denn Google beispielsweise platziert an erster Stelle Webseiten, die über Suchresultate in der Mobilversion verfügen. Deshalb ist heutzutage eine Optimierung der Website unerlässlich.

Auch darf nicht vergessen werden, dass der Gast bei seiner Recherche oftmals mehrere Seiten aufruft. Den Zimmerpreis und die Hotellage wird er auf den OTA ausfindig machen. Danach wird er sich vielleicht auf einem Bewertungsportal die Kommentare der Internetnutzer zum Hotel anschauen. Und schliesslich wird er auf die Website des Hotels gelangen.

Wie der "Custom Mobile Travel Advisor Survey" Ende 2013 aufzeigte, benutzen 83 Prozent der Reisenden ihr Mobilgerät, um Hotelinformationen zu bekommen und zwei Drittel wiederum reservieren anschliessend ihre Übernachtung direkt auf diesem Weg. Wenn also die Webseite für das Mobilgerät nicht kompatibel ist, besteht die Möglichkeit, dass der Gast entweder woanders reserviert, oder mittels OTA bucht, was eine Vermittlungsgebühr mit sich bringt.

Heute ist die Webseite mehr denn je die Visitenkarte eines Hotels. Sie widerspiegelt das Image des Betriebs und muss sich deshalb auf dem neusten Stand befinden und einfach anzuwenden sein. Eine App für ein einziges Hotel zu erstellen, wäre jedoch herausgeworfenes Geld. Der Gast wird wohl niemals von deren Existenz wissen, und dass er sie für eine Reservation nutzt, ist so gut wie ausgeschlossen. Vor allem da heute die Mehrheit aller gebuchten Übernachtungen via Mobilgeräte erfolgt.

Der Weg über eine Applikation ist zwar möglich, aber eher für die grossen Ketten und die OTA geeignet. Das vereinfachte Bezahlen dank Mobilgeräten spielt eine grosse Rolle und verleitet die Kunden dazu, mittels App zu buchen.

Abschliessend sei betont, dass Hotels nicht dazu verpflichtet sind, sofort auf den Markt der Mobile-Reservationen aufzuspringen. Doch es ist die Zukunft. Euromonitor schätzt, dass 25 Prozent aller Buchungen im Reisesektor bis 2019 via Mobilgerät erfolgen werden. Und die junge Generation, die zu Hotelgästen heranwächst, schwört auf mobile Lösungen. Und schliesslich braucht ein Hotel nicht mehr zu tun, als seine Internetseite à jour zu bringen und sie für Mobilgeräte kompatibel auszustatten. Die Zukunft ist näher, als man glaubt.

Romain Wanner / GastroJournal



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