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Wirteverband Basel-Stadt

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30.01.2016

Städtische Restaurants können Biermarke künftig frei wählen

Zürich erneuert Rahmenvertrag mit Feldschlösschen nicht

Die Stadtzürcher Regierung will die Biervielfalt und kleine regionale Brauereien fördern. Deshalb erneuert sie für ihre rund sechzig Restaurants den Bier-Rahmenvertrag mit der Feldschlösschen AG nicht. Die Gesellschaft zur Förderung der Biervielfalt ist begeistert. Der Stadt entgehen jährlich 250'00 Franken.

sda. Die Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich hat im Jahr 2008 mit der Feldschlösschen Getränke AG einen Rahmenvertrag über Bierausschank unterzeichnet, 2012 wurde er verlängert. Per Ende September 2016 läuft er aus und wird nicht mehr erneuert, wie die Stadt mitteilte.

"Der Bier-Rahmenvertrag war aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäss", wird Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) in der Mitteilung zitiert. "Die Wirtinnen und Wirte, und nicht die Stadt, sollen entscheiden, welche Biermarken sie ihren Gästen anbieten wollen."

Mindestens ein Bier von unabhängigem Produzenten

Die Pächterinnen und Pächter der städtischen Restaurants können nun ab Oktober ihre Bierlieferanten selber bestimmen. Ihnen ist es freigestellt, mit dem bisherigen Lieferanten auf individueller Basis einen neuen Vertrag zu unterzeichnen.

Mittel- und Grossbetriebe mit einer Ausschankmenge ab 35 Hektoliter pro Jahr werden zudem verpflichtet, mindestens ein Bier von einem unabhängigen Produzenten anzubieten.

Mit der Auflösung des Rahmenvertrags entgehen der Stadt Einnahmen in der Höhe von jährlich rund 250'000 Franken aus der Bier-Rückvergütung, welche die Wirte der Stadt ablieferten. Das Geld steckte die Liegenschaftenverwaltung unter anderem in die Instandhaltung und in den Ausbau ihrer Gastronomiebetriebe.

Finanzminister Leupi hofft jedoch, das Loch stopfen zu können. Denn die Wirtinnen und Wirte können besser auf die Kundenwünsche eingehen, "was sich möglicherweise auch positiv auf den Umsatz auswirkt", sagt der Stadtrat.

Neue Perspektiven für Bierliebhaber

Die Nichterneuerung des Bier-Liefervertrags mit der sich in dänischer Hand befindenden Brauerei Feldschlösschen sei "ein mutiger und völlig richtiger Schritt", schreibt die Gesellschaft zur Förderung der Biervielfalt (GFB).

Für die Bierliebhaber eröffneten sich "ganz neue Perspektiven". Denn allein im Umkreis von 50 Kilometern um die Stadt Zürich gibt es laut GFB über 100 Braustätten mit insgesamt rund 500 Sorten Bier.

Die Bierlieferverträge an städtische Restaurants beschäftigten die Stadtzürcher Politik immer wieder. Bereits 2010 wurde ein Postulat überweisen, 2012 eine Interpellation dazu eingereicht. Die Vorstösse hatten stets die Auflösung des Vertrags zum Ziel. Dieses ist nun erreicht.

Dossier: Bier
Permanenter Link: https://www.baizer.ch/aktuell?rID=5442



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