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Wirteverband Basel-Stadt

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22.11.2016

Marktanteile im Sinkflug

Morgan Stanley: Airbnb bedroht Hotellerie

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass grosse Teile des Reisebuchungsmarkts über das Kurzzeitvermietungsportal Airbnb laufen. Das ist für die herkömmliche Hotellerie aus zwei Gründen bedrohlich: Zum einen wandern Kunden ab, zum andern verstärkt sich die Abhängigkeit von Buchungsplattformen.

Wie stark stehen Airbnb und Hotellerie miteinander im Wettbewerb? Die einen sehen das Sharing-Portal als komplementäres Angebot, welches einer Destination zusätzliche Gäste bringt. Andere sind überzeugt, dass die "privaten" Zimmervermieter das konventionelle Hotelgewerbe knallhart konkurrieren. Glaubt man den Ergebnissen einer Untersuchung von Morgan Stanley, liegt diezweite Gruppe richtig.

Eine Befragung von 4000 Konsumenten in den USA, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Frankreich ergab, dass 49 Prozent der Airbnb-Nutzer damit einen Hotelaufenthalt ersetzen. Für 37 Prozent sind Airbnb-Unterkünfte ein Ersatz für Frühstückspensionen.

Airbnb ist also eine ernsthafte Bedrohung für die Hotellerie. Das Portal hat sich sowohl im Freizeit- wie auch im Geschäftsbereich eine starke Marktstellung erarbeitet. Laut der Erhebung haben im vergangenen Jahr 19 Prozent der Freizeittouristen zumindest einmal Airbnb genutzt. Bei den Geschäftsreisenden waren es 18 Prozent. Morgan Stanley geht davon aus, dass diese Anteile nächstes Jahr auf 25 Prozent und 23 Prozent anwachsen.

Die Hotellerie ist durch den Erfolg von Airbnb nicht nur direkt betroffen, weil Gäste abwandern. Je mehr Marktanteile die Hotels im Übernachtungsmarkt an Airbnb verlieren, desto abhängiger werden sie von mächtigen Buchungsportalen wie booking.com, HRS und Expedia.



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