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Wirteverband Basel-Stadt

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24.11.2016

Spezialitätenbiere weiter auf dem Vormarsch

Gesamtmarkt leicht rückläufig

Der schweizerische Biermarkt im Braujahr 2015/16 verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Minus. Hauptgrund war der nasskalte Frühling 2016, welcher der Lust auf ein kühles Bier abträglich war. Besonders stark betroffen vom Rückgang war die Inlandproduktion. Auffallend ist das Wachstum des Segments der Spezialitätenbiere, welches mittlerweile einen Anteil von über 10 Prozent aufweist. Jedes vierte in der Schweiz konsumierte Bier stammt aus dem Ausland.

Der gesamte Biermarkt Schweiz verzeichnete im abgelaufenen Braujahr, welches den Zeitraum von Oktober 2015 bis September 2016 umfasst, trotz Bevölkerungswachstum eine Abnahme von 0.6 Prozent auf 4'621'928 Hektoliter.

Das Resultat ist geprägt durch eine Abnahme des Inlandausstosses um 0.7 Prozent auf 3'435'045 Hektoliter, was einem Gesamtmarktanteil von 74.3 Prozent (Vorjahr 74.4 Prozent) entspricht. Die Bierimporte gingen ebenfalls zurück, aber deutlich weniger stark. Sie sanken um 0.3 Prozent auf 1'186'883 Hektoliter und weisen einen Anteil von 25.7 Prozent auf.

Das meist getrunkene Bier der Schweiz ist das untergärige Lagerbier. Es erreicht einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Die stärker gehopften Spezialbiere weisen gegen 10 Prozent auf. Sogenannte Spezialitätenbiere (meist obergärig, z.B. Weizenbier, India Pale Ale, Porter) erreichen neu über 10 Prozent. In diesem Segment gab es in den letzten Jahren ein stetes Wachstum.

Das Braujahr 2015/16 wurde massgeblich beeinträchtigt durch einen regnerischen Frühling 2016 sowie einen im Vergleich zum Vorjahr weniger heissen Juli und August. Bereits im Herbst 2015 war ersichtlich, dass es schwer werden wird, die Werte des Braujahres 2014/2015 zu erreichen. Der Bierkonsum ist stark vom Wetter abhängig.

Die grössten Braugruppen der Schweiz sind Feldschlösschen (rund 45% Anteil am Inlandausstoss) und Heineken (etwa 24%). Diese beiden sind auch namhafte Importeure. Zu den grossen Brauereien zählen auch Ramseier, Locher und Schützengarten, die zusammen einen Anteil von rund 18 Prozent halten.

Weitere 12 Prozent der Inlandproduktion entfallen auf eine Gruppe von 44 Regionalbrauereien, unter denen Falken, Rugenbräu, Boxer, Müller, Sonnenbräu, Doppelleu (Chopfab), Egger, Rosengarten, Felsenau, Baarer Bier und Turbinenbräu die grössten sind.

99.2 Prozent des Schweizer Bieres werden von 49 Brauereien gebraut. Ihnen gemein ist, dass sie alle über 1000 Hektoliter Bier ausstossen und das Bierbrauen hauptberuflich betreiben. In diesen Brauereien wirken gelernte Bierbrauer und Braumeister.

Per Ende September 2016 wurden total 734 Braustätten im "Verzeichnis der steuerpflichtigen Inlandbrauereien" der Eidgenössischen Zollverwaltung geführt. Davon brauten rund 570 Kleinstbraustätten zwischen null und 50 Hektoliter Bier. "Null Hektoliter" ist dabei wörtlich zu nehmen, da rund hundert Braustätten nicht aktiv brauen. Als Braustätte gilt, wer berufs- oder hobbymässig mehr als 4 Hektoliter Bier pro Jahr braut oder dieses unabhängig von der Menge in Verkehr bringt.

Zu den wenigen Gewinnern im Schweizer Biermarkt zählt die Winterthurer Brauerei Doppelleu mit ihrem "Chopfab".

Dossier: Bier
Permanenter Link: https://www.baizer.ch/aktuell?rID=5845



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