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Wirteverband Basel-Stadt

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08.03.2017

Car-Touristen können weiter im Zentrum ein- und aussteigen

Luzerner Stadtregierung will Wertschöpfung nicht gefährden

In Luzern sollen Car-Touristen weiterhin im Zentrum am Schwanen- und am Löwenplatz ein- und aussteigen können. Der Stadtrat sieht im neuen Konzept zur Carparkierung keine Alternative vor. Daneben will er die Parkplätze beim Inseli an den Stadtrand verlagern und die Zahl der Parkplätze total um 50 auf 120 erhöhen.

sda. Aufgrund der grossen, auch wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für die Stadt Luzern würden im Zentrum auch weiterhin Carparkplätze und Anhalteplätze zur Verfügung gestellt werden müssen. Dies schreibt die Stadtregierung in ihrem Konzept zur Carparkierung in Luzern.

Touristen-Cars sollen weiterhin den Schwanen- und den Löwenplatz direkt im Zentrum anfahren dürfen, damit dort Gruppen in Fussdistanz zu den touristischen Geschäften ein- und aussteigen können. Neu will der Stadtrat eine Anhaltegebühr für die Cars prüfen.

Parkhaus als Alternative

Die Stadtregierung hat langfristig keine Variante parat zu den elf Anhalteplätzen im Zentrum. Diese würden genügen, um die touristische Wertschöpfung nicht zu gefährden. Als einzige Alternative sah der Stadtrat ein neues Parkhaus im Musegghügel. Das private Projekt wurde aber vom Parlament im vergangenen Dezember mit einem knappen Entscheid gestoppt. Bürgerliche kündigten eine Volksinitiative an.

Touristencars machen rund 2.6 Prozent des Verkehrsaufkommens in Luzern aus. In den Augen mancher Fussgänger, Velofahrer und Fahrzeuglenker sind diese gerade zu den Stosszeiten ein Ärgernis. 2012 starb ein 62-jähriger Trottinettfahrer nach einer Kollision beim Schwanenplatz mit einem abbiegenden Touristen-Car.

Das neue Konzept des Stadtrats enthält mehrere kurz- und mittelfristige Massnahmen, mit denen die Stadtregierung den Carverkehr verträglicher gestalten will. Insgesamt will sie die Zahl der Carparkplätze um 50 auf 120 erhöhen. Die neuen Abstellplätze will sie in Aussengebieten schaffen.

Plätze beim Inseli sollen weg

Die bestehenden 32 Car-Park- und Halteplätze auf dem Inseli will die Stadtregierung aufheben. Der heutige Grünpark soll so vergrössert werden. Der Stadtrat empfiehlt deshalb die entsprechende im Mai 2015 eingereichte Volksinitiative "Lebendiges Inseli statt Blechlawine" der Juso zur Annahme.

Die Car-Parkplätze sollen bereits ab nächstem Jahr verschwinden. Bis zu den Umbauarbeiten 2023 ist eine noch nicht definierte Zwischennutzung vorgesehen. Für die Umgestaltung will der Stadtrat 2020 einen Projektwettbewerb für 600'000 Franken durchführen.

Die Aufhebung der Parkplätze und die Aufwertung des linken Seeufers mit mehr Grünfläche entspreche seit längerem den Zielen der Stadtentwicklung, schreibt der Stadtrat. Nach der Beendigung des Projekts für ein neues Musiktheater auf dem Inseli im letzten Jahr gebe es nun keine Argumente mehr, die gegen die Initiative sprechen würden.

Umnutzung von Autoparkplätzen

Kurzfristig sieht der Stadtrat zudem vor, in diesem oder im nächsten Jahr am Kasernenplatz bestehende Carparkplätze als Anhalteplätze umzunutzen. Im Gebiet Alpenquai und Brüelmoos sollen über 20 neue Parkplätze für Cars geschaffen werden, indem solche für Autos aufgehoben werden. Weiter ist ein Parkleitsystem für Reisecars und eine zentrale Stelle für Reisecar-Management vorgesehen.

Mittelfristig sollen bis 2022 neue Carparkplätze auf der Allmend, im Gebiet Ibach oder in Kriens geschaffen werden. Die Stadt will auch die Infrastruktur für Car-Touristen am Löwenplatz neu bauen. Für Carreisen ab Luzern hat der Stadtrat dezentrale Anhalteplätze beim Verkehrshaus und beim Bahnhof Mattenhof in Kriens im Sinn.

Der Stadtrat gab zudem bekannt, dass er bis 2020 ein Entwicklungskonzept für das linke Seeufer und das Gebiet Tribschen erstellen lassen will. Er beantragt dafür beim Parlament 775'000 Franken. Damit will er etwa Ideen für ein neues Freibad, ein Bootshaus für Seepolizei, Feuerwehr und Seefahrtsinspektorat sowie die langfristige Nutzung der Rangier-Gleisanlagen beim Bahnhof prüfen.


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