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Wirteverband Basel-Stadt

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21.11.2017

Erfolg mit regionalen Bierspezialitäten

Schützengarten wird Gasthausbrauerei eröffnen

Die Brauerei Schützengarten präsentiert für das Braujahr 2016/2017 ein solides finanzielles Ergebnis. Der Umsatz konnte leicht gesteigert werden. In Zukunft will Schützengarten noch stärker auf einheimische Rohstoffe setzen. Die Ostschweizer Brauerei investiert in den Anbau neuer Sorten einheimischer Braugerste und Aromahopfen.

Im Braujahr 2016/2017, das Ende September abgeschlossen wurde, waren der Schweizer Biermarkt und der Schweizer Bierkonsum erneut durch Veränderungen geprägt. Der gesamte Bierkonsum blieb mit 4.6 Millionen Hektolitern und einem Minus von 0.2% gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert.

Der Anteil der Importbiere ging leicht zurück, beträgt aber immer noch respektable 24.8%. Nochmals gewachsen ist die Zahl der biersteuerpflichtigen Brauereien, nämlich um 99 auf neu 833 Bierproduzenten, wodurch sich die Biervielfalt laufend weiterentwickelt.

Auch die Brauerei Schützengarten agiert mit neuen Bieren im Spezialitäten- und Premiumsegment. «Unser Biergeschäft hat sich analog zum Gesamtmarkt entwickelt», erklärt Reto Preisig, Vorsitzender der Schützengarten-Geschäftsleitung an einer Medieninformation. «Im Detailhandel haben wir allerdings mehr erwartet und unsere Wachstumsziele nicht ganz erreicht», so Preisig.

In den übrigen Absatzkanälen entsprechen die Bierverkäufe bei intensivem Wettbewerb den Erwartungen. «Auffällig ist der anhaltend rückläufige Trend des Bierkonsums in der Gastronomie», schreibt Schützengarten in einem Communiqué. Erfreuliche Resultate brächten hingegen die Bierverkäufe an Veranstaltungen. Schützengarten konnte zudem eine Zunahme im Getränkehandel verzeichnen. Die gesamten Getränkeverkäufe stiegen um rund 3.8%.

Zufrieden ist die Brauerei Schützengarten mit dem Erfolg der Craft-Biere. Schon vor zwanzig Jahren hatte das Braumeisterteam von Schützengarten mit der Lancierung des «Chlöschti» den Trend zum Konsum von einzigartigen Bieren vorausgeahnt. Mit dem Red India Pale Ale (IPA) und dem Swiss Stout legte Schützengarten den Grundstein zum neuen Sortiment an Bierspezialitäten.

Die Craft-Bier-Linie wurde dann im Sommer 2017 durch die Neupositionierung und die Integration des seit 2012 gebrauten «Gallus 612» um ein weiteres Bier erweitert. Mit dem zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation lancierten «Vadian Pale Ale» hat Schützengarten nun das Kleeblatt der vier Craft-Biere vervollständigt.

Weltmeisterliche Ehre gab es für die Brauerei Schützengarten im vergangenen August. Das «Schützengarten Klosterbräu» wurde am World Beer Award in London nicht nur mit der Goldmedaille für das beste Amberbier der Schweiz, sondern gleich auch mit dem Titel «World’s best Lager Amber» ausgezeichnet. Am gleichen Wettbewerb gelang dem Weizenbier «Weisser Engel» als «bestes Weizenbier aus der Schweiz» ebenfalls der Sprung an die nationale Spitze.

Die Brauerei Schützengarten setzt seit 16 Jahren für die Herstellung ihrer Biere auch auf Rohstoffe aus der Region. Vor allem der Anteil der Schweizer Braugerste soll in den nächsten Jahren weiterwachsen, wie Dr. Martin Ketterer, Technischer Direktor, ausführte. «Wir haben mit der Saatgutgenossenschaft Flawil Sortenversuche durchgeführt, um herausfinden, welche Gerstensorten sich für den Anbau auf Höhenlagen um 700 Metern speziell gut eignen.» 2018 werden nun zwölf Vertragslandwirte auf 20 Hektaren ausgewählte Braugerste anbauen und schliesslich 120 Tonnen einheimische Gerste liefern.


In der Schweiz wird Hopfen fast ausschliesslich im Zürcher Weinland angebaut. Von dort beliefert die Genossenschaft für Schweizer Hopfen Schweizer Brauereien – darunter seit Jahrzehnten auch die Brauerei Schützengarten – mit ihrem gemeinsam angebauten Hopfen.

Martin Ketterer: «Wir setzen vermehrt auf charakterstarke, reine Aromahopfen. Deshalb haben wir einen Stammheimer Hopfenbauer beauftragt, exklusiv für uns den speziellen Aromahopfen der Sorte Opal anzubauen. Dieser wurde 2016 erstmals geerntet.»

Wie die Brauerei Schützengarten an ihrer Jahresmedienkonferenz bekannt gab, wird sie im Oktober 2018 im ehemaligen Restaurant Dufour an der Bahnhofstrasse in St. Gallen unter dem Namen «Brauwerk 1779» eine Gasthausbrauerei eröffnen. «Das Brauwerk 1779 wird unsere Ideenschmiede und Versuchsbrauerei», erklärte Reto Preisig.

Das frühere Restaurant wird ab März 2018 vollständig umgebaut. Im hinteren Teil wird eine offene und für die Gäste einsehbare Kleinbrauerei mit Kupferkessel für 500 Liter Bier pro Sud eingebaut. Das Brauwerk 1779 soll Treffpunkt für Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber werden, die Braukunst und Braukultur aus nächster Nähe erleben und in Ruhe und Musse ein gutes Bier geniessen wollen.

Dossier: Bier
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