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Wirteverband Basel-Stadt

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10.07.2020

Städtischer Tourismus leidet mehr als alpiner Tourismus

Corona-Krise: Normalzustand noch weit entfernt

Die Corona-Krise trifft die Tourismuswirtschaft bis ins Mark. Mit einem erwarteten schweizweiten Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 von minus 34 Prozent in der Beherbergung und minus 24 Prozent in der Gastronomie rechnet BAK Economics mit einem historischen Rückgang. Dabei sind die regionalen Unterschiede von sehr unterschiedlichem Ausmass: Die kantonalen Rückgänge in der Beherbergung für das Jahr 2020 variieren zwischen minus 14 und minus 49 Prozent. Auch wenn der alpine Tourismus weniger betroffen ist als der städtische, sind die Auswirkungen für den gesamten Tourismus enorm.

Ab März herrschte für fast drei Monate ein nahezu vollständiger Stopp in der Hotellerie. In der Gastronomie war die Situation nur minimal besser. Durch die stufenweise Lockerung der Corona-Massnahmen und die teilweise Öffnung der Grenzen verbessert sich die Situation allmählich, jedoch ist der Normalzustand noch weit entfernt.

Da die Schweizer Kantone nicht alle gleich stark von den Einschränkungen betroffen sind, zeigen sich spürbare Unterschiede in ihrer Wirtschaftsentwicklung. Die von BAK Economics erwarteten kantonalen Rückgänge in der Beherbergung variieren zwischen minus 14 und minus 49 Prozent für 2020.

Am stärksten betroffen sind mit mehr als 40 Prozent Rückgang die städtischen Kantone Genf, Luzern und Zürich. Für den Städtetourismus sind die Nachfrage aus Fernmärkten und grossen Events gerade in den Sommermonaten entscheidende Faktoren. Hinzu kommt die Bedeutung des Geschäftstourismus. Dies sind alles Tourismussegmente, die besonders stark und langanhaltend von der Corona-Krise betroffen sind.

Bei der Inlandsnachfrage in Feriendestinationen, rechnet BAK Economics angesichts der internationalen Reiseeinschränkungen hingegen mit einer Zunahme über die Sommermonate. Teilweise sind über den Sommer sogar Aufholeffekte möglich (und damit eine Erhöhung der Nachfrage gegenüber dem Vorjahr). Dies kommt Kantonen mit alpinen und ländlichen Erholungsgebieten zugute.

Zudem ist durch die hohen Bedürfnisse nach Sicherheit die Nachfrage nach Ferienwohnungen besonders ausgeprägt. In Tourismuskantonen wie Tessin, Wallis und in Graubünden wird daher mit einer lebhaften Nachfrage im Sommer gerechnet. Folglich wird im Gesamtjahr ein weniger gravierender Rückgang der Logiernächte erwartet.

Diese Tourismuskantone werden im Jahr 2020 weniger als 30 Prozent Rückgang in der Beherbergung hinnehmen müssen. Dennoch ist die Situation für diese Kantone nicht weniger gravierend, da der Tourismus hier ein besonders gewichtiger Sektor ist.

Grafik: BAK Economics


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