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Wirteverband Basel-Stadt

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04.08.2020

Historischer Rückgang der Logiernächte

Einbruch von fast 50 Prozent im ersten Halbjahr 2020

Die Hotellerie in der Schweiz registrierte im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 9.9 Millionen Logiernächte. Dies entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem Rückgang um 47.5% (minus 8.9 Millionen Logiernächte). Die ausländische Nachfrage sank um 60.1% auf 4.1 Millionen Logiernächte (minus 6.1 Millionen), die inländische Nachfrage um 32,4% (–2,8 Millionen) auf 5,8 Millionen Logiernächte. Grund für diese negative Bilanz ist die ausserordentliche Lage in Zusammenhang mit Covid-19. Dies geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Im Januar und Februar 2020 hatte die Logiernächtezahl gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten zugenommen. Ab März war die Nachfrage stark rückläufig. Das deutlichste Minus wurde im April verbucht (minus 92.4% / minus 2.5 Millionen Logiernächte).

Steigende Nachfrage im Januar und Februar

In den ersten beiden Monaten 2020 stieg die Zahl der Logiernächte im Vergleich zu den Vorjahresmonaten markant an (Januar +6.3% / Februar +6.4%) Im Januar sorgten die Gäste aus der Schweiz für ein Plus von 7.0% (+99’000) und die Gäste aus dem Ausland für einen Anstieg von 5.7% (+81’000).

Im Februar nahmen sowohl die inländische (+7.4% / +119’000) als auch die ausländische Nachfrage (+5.3% / +81’000) weiter zu, wobei sich bei der ausländischen Nachfrage bereits im Februar erste Anzeichen der Covid-19-Pandemie zeigten. Es wurden deutlich weniger Gäste aus Asien verzeichnet (minus 27.7% / minus 68 000 Logiernächte). Besonders stark fiel der Einbruch bei den Chinesinnen und Chinesen aus (minus 66.7% / minus 54’000).

In drei der 13 Tourismusregionen war die Logiernächtezahl im Februar rückläufig. Am deutlichsten fiel die Abnahme in absoluten Zahlen in der Region Luzern aus (minus 11’000 Logiernächte / minus 4.5%), was hauptsächlich auf die fehlenden asiatischen Gäste zurückzuführen ist (minus 44.6% / minus 18’000).

Einbruch der Nachfrage im März und April

Aufgrund der vom Bundesrat in Zusammenhang mit Covid-19 erklärten «ausserordentliche Lage» und der damit verbundenen Massnahmen gab die Nachfrage im März massiv nach: Insgesamt wurden 1.3 Millionen Logiernächte registriert. Das sind 62.3% bzw. 2.1 Millionen Logiernächte weniger als in der Vorjahresperiode. Bei den inländischen Gästen fiel die Nachfrage um 897’000 Logiernächte (minus 55.9%), bei den ausländischen Gästen um 1.2 Millionen Logiernächte (minus 68.1%).

Im April brach die Nachfrage vollends ein. Nur gerade 205’000 Logiernächte wurden verbucht (minus 92.4% / minus 2.5 Millionen). Bei den Schweizer Gästen belief sich der Rückgang auf 87.4% (minus 1 Million Logiernächte), bei den ausländischen Gästen auf 96.3% (minus 1.4 Millionen). Dieser Einsturz der Logiernächtezahl traf im März und April alle Tourismusregionen.

Zögerliche Verbesserung der Schweizer Nachfrage im Mai und Juni

Im Mai wurden insgesamt 625’000 Logiernächte und somit 79.2% weniger (minus 2,4 Millionen) als im Vorjahresmonat verzeichnet. Die inländische Nachfrage blieb trotz erster Lockerungsmassnahmen in Zusammenhang mit Covid-19 stark negativ (minus 56.2% / minus 694’000), der Rückgang fiel aber weniger ausgeprägt aus als im April. Bei der ausländischen Nachfrage hingegen war der Rückgang mit demjenigen im April vergleichbar (minus 95.2% / minus 1.7 Millionen).

Die Nachfrage rutschte im Mai in allen Tourismusregionen tief ins Minus. Graubünden (minus 46.4% / minus 57’000) und Jura / Drei-Seen-Land (minus 49.5% / minus 26’000) wiesen jedoch etwas weniger negative Zahlen aus als die anderen Tourismusregionen.

Nach einer weiteren Lockerung der Covid-19-Massnahmen am 6. Juni und der Aufhebung der Einreisebeschränkungen für alle Schengen-Staaten ab dem 15. Juni verbuchte die Schweiz im Juni insgesamt 1.4 Millionen Logiernächte. Das sind 62.0% weniger (minus 2.4 Millionen) als im Vorjahresmonat.

Bei den inländischen Gästen sank die Nachfrage um 24.7% (minus 384’000), was dem geringsten Rückgang seit März entspricht. Die ausländischen Gäste sorgten für 274’000 Logiernächte (minus 87.8% / minus 2 Millionen). Der Rückgang traf alle 13 Tourismusregionen, einzig im Tessin (minus 32.6% / minus 87’000), in Graubünden (minus 34.9% / minus 123’000), im Jura / Drei-Seen-Land (minus 35.1% / minus 21’000) und in der Ostschweiz (minus 37.6% / minus 72’000) blieb er unter 40%.


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