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25.01.2022

Es ist höchste Zeit!

Ein Beitrag von Casimir Platzer, Präsident GastroSuisse

Die Zertifikatspflicht wurde im vergangenen September ausgedehnt, weil man annahm, dass von Geimpften und Genesenen eine geringe Ansteckungsgefahr ausgeht. Heute weiss man: mit Omikron ist das Ansteckungsrisiko für alle sehr hoch. Sie können sich überall infizieren, auch zu Hause, im öffentlichen Verkehr oder in einem Laden, mit oder ohne Zertifikat. Gleichzeitig ist das Virus weniger gefährlich, so dass es die Spitalkapazitäten weniger unter Druck bringt.

Die Zertifikatspflicht ist somit wirkungslos geworden, denn sie verhindert keine Ansteckungen mehr. Auch seriöse Gesundheitsexperten erachten mittlerweile das Zertifikat aus epidemiologischer Sicht als nutzlos und man könne es sofort aufheben. Das Zertifikat soll nur noch für den ursprünglich angedachten Gebrauch verwendet werden, nämlich für internationale Reisen.

Wir fordern den Bundesrat auf, die Zertifikatspflicht im Gastgewerbe, in Kultur-, Freizeit-, Sport- und Unterhaltungseinrichtungen umgehend aufzuheben. Lieber noch heute als morgen. Wie andere Länder es auch schon gemacht haben.

2G bzw. 2G+ belasten die betroffenen Branchen und auch die Gesellschaft unnötigerweise. Zudem zeigt sich immer mehr, dass es für die Zertifikatspflicht gar keine richtige Rechtsgrundlage gibt und dass diese Ungleichbehandlung spätestens in der aktuellen Situation sogar verfassungswidrig ist.

Es ist höchste Zeit! Es gibt nur noch wenige Epidemiologen, Virologen und Infektiologen, die immer noch Angst und Panik verbreiten. Sie machen Modellrechnungen und Szenarien, die gar nie eintreten. Bundesrat Berset hat selber vor rund 10 Tagen gesagt, dass heute eine Ansteckung mit Corona für die allermeisten von uns nicht schlimmer ist als eine Erkältung oder eine Grippe.

Geschätzte Damen und Herren, fast der ganzen Schweizer Wirtschaft geht es gut, ja zum Teil sogar sehr gut. Bis auf wenige Ausnahmen… Man scheint offenbar zu vergessen, dass es nach wie vor Bereiche und Branchen gibt, die immer noch massive Umsatzeinbussen zu verzeichnen haben. 50, 60 oder gar 70% weniger Umsatz machen.

Ich denke da an viele Betriebe des Gastgewerbes, Bars und Clubs, Diskotheken, aber auch viele Hotels, die Fitnesscenter, der ganze Kulturbereich, die Messe- und Veranstaltungsbranche, Sport- und Freizeiteinrichtungen. Und nicht zuletzt alle vor- und nachgelagerten Branchen.

Liebe Medienschaffende, fragen Sie nicht die Kreditkartenunternehmen, wie stark die Umsätze eingebrochen sind. Fragen Sie unsere Lieferanten, Brauereien, wie die Brauerei von Nationalrat Alois Gmür, die ihre Produkte mehrheitlich im Gastgewerbe absetzen. Fragen Sie unsere Gemüsehändler, unsere Bäcker und Metzger. Die werden ihnen sagen, wie viel weniger sie verkaufen.

Fragen Sie die vielen Mitarbeitenden, die wieder in Kurzarbeit sind, und die seit vielen Monaten auf 20% ihres Einkommens verzichten müssen.

Bund und Kantone müssen also unbedingt schnell handeln und die betroffenen Branchen und Personen für die durch die Massnahmen, die Angstmache und die Verunsicherung der Bevölkerung bewirkten Ausfälle zu entschädigen, solange sie so stark betroffen sind. Ansonsten werden ganze Lieferketten in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen.

Geschätzter Bundesrat, es reicht. Heben Sie die unnötigen und unverhältnismässigen Massnahmen sofort auf. Machen Sie es zum Beispiel wie England. Auch unser Land braucht einen Freedom Day.

Die Schweizer Bevölkerung wird Ihnen danken. Fast alle Menschen wollen und brauchen nämlich Restaurants, Cafés, Bars, Veranstaltungen, Konzerte, Fussballmatches, Fitnessstudios, …

Casimir Platzer
Präsident GastroSuisse


Dieser Beitrag basiert auf den Äusserungen von Casimir Platzer an der sgv-Medienkonferenz vom 25. Januar 2022.

Casimir Platzer: «Machen Sie es zum Beispiel wie in England. Auch unser Land braucht einen Freedom Day.» GastroSuisse


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