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Wirteverband Basel-Stadt

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10.01.2018

Durian – kann man das essen?

Stinkfrucht mit besonderem Aroma

Die Asiaten lieben ihre Durian, auch wenn sie bis zum Himmel stinkt. Denn die «Königin der Früchte» hat einen aussergewöhnlichen Geschmack, der an eine Mischung aus Vanillepudding, Mandeln und gerösteten Zwiebeln erinnert – begleitet von einem Hauch Frischkäse.

Ausserdem kann die Exotin mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen punkten – darunter Provitamin A, B-Vitamine und Vitamin C, antioxidativ wirkende Flavonoide und Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Eisen. Da der Kohlenhydratanteil relativ hoch ist, versorgt sie den Körper zusätzlich mit einer Extraportion Energie.

Die Durian ist die Kapselfrucht des Zibetbaumes, der seine Heimat in Südostasien hat. Die braungrünen bis gelbbraunen Früchte haben eine länglich-ovale bis runde Form und können bis zu 30 cm lang und 25 cm breit werden. Meist erreichen sie ein Gewicht von rund drei Kilogramm.

Der Name leitet sich vom malaysischen Wort «duri» für Stachel oder Dorn ab, denn die Schale ist von dicken Stacheln bedeckt. Die reifen Früchte fallen vom Baum und werden eingesammelt. Das gilt zumindest für den Verkauf auf lokalen Märkten. Exportfrüchte müssen dagegen kurz vor der Vollreife mit Stiel geschnitten und für den Transport sorgfältig verpackt werden.

Eine reife Frucht verströmt einen unangenehm süss-fauligen Geruch. Daher untersagen einige Fluggesellschaften und Taxifahrer den Transport der Früchte. In vielen Hotels und öffentlichen Gebäuden Asiens wird der Verzehr nicht gern gesehen, um auf die empfindliche Nase der Touristen Rücksicht zu nehmen.

Wer sich auf die neue Geschmacks- und Geruchserfahrung einlassen möchte, findet die Frucht hierzulande ganzjährig in Asialäden und Spezialgeschäften. Achten Sie beim Kauf auf eine unversehrte Schale.

Neben dem Geruch zeigt auch der Schütteltest, ob die Frucht reif ist. Denn im reifen Zustand löst sich das Fruchtfleisch und «klappert» in den Kammern. Durianfrüchte verderben schnell und sollten daher rasch gegessen werden. Zum Öffnen der Frucht ist wegen der Stacheln ein dicker Handschuh notwendig. Sie wird mit einem scharfen Messer halbiert und an den Nähten aufgebrochen, um das Fleisch zu entnehmen.

Am besten schmeckt Durian frisch, auch in Kombination mit anderen Früchten im Obstsalat. Die exotische Delikatesse lässt sich zu Speiseeis, Fruchtsaucen und Chutney verarbeiten. In Asien wird Durian gerne gekocht und als Gemüsebeilage serviert. Selbst die Kerne sind essbar und geröstet eine leckere Knabberei.

Heike Kreutz / bzfe


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