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Wirteverband Basel-Stadt

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18.08.2010

Artenvielfalt bei Beerenobst

Cranberries auf dem Vormarsch

An Skorbut wird heutzutage in Mitteleuropa so schnell niemand mehr erkranken. Das war im 17. Jahrhundert anders. Seefahrer wussten vielleicht nicht vom hohen Vitamin C-Gehalt der Beeren, setzen sie aber schon damals gegen Skorbut ein.

Die Kranichbeere oder Kulturpreiselbeere (englisch: Cranberry) hat vor allem in den USA eine lange Tradition, aber auch hierzulande kann sie die Artenlandschaft unter den Beerensträuchern bereichern. Ihr Vorteil: Sie wächst auch auf vergleichbar sauren Böden bei einem pH-Wert von 4.5 bis 5.5 an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Normalerweise erfolgt die Auspflanzung Ende April bis Anfang Juni, es ist aber auch eine Herbstpflanzung möglich.

Der Nährstoffbedarf ist ebenfalls vergleichsweise gering, deshalb genügt in den ersten Jahren eine Grunddüngung im Frühjahr. Die Pflanze benötigt überdies keinen Pflanzenschutz, ist winterhart und sehr pflegeleicht. Pflanzmaterial für die Auspflanzung ist im Fachhandel erhältlich. Zwar tragen die Sträucher erst nach drei Jahren Früchte, doch das Warten lohnt sich.

Von Cranberry-Saft über Saucen, Marmelade, Gelee, Sirup bis zu Dörrfrüchten oder Eis reicht die Palette der Verwendungsmöglichkeiten. Die geschmackliche Vielfalt ist allerdings nur ein Aspekt der nützlichen Beere. Regelmässig verzehrt kann sie ausserdem zu jeder Jahreszeit vor Harnwegsinfekten schützen. Die antibakterielle Wirkung basiert auf Pro-Anthocyanidinen, die das Andocken von E-Coli-Bakterien an den Harnwegs-Schleimhautzellen hemmen sollen.

Wer in seinem Hausgarten Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren oder eben auch Cranberries anpflanzt, trägt zudem dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten und zahlreichen Organismen einen Lebensraum zu bieten.

Dabei sollte man sich erkundigen, welche Sorten sich für welchen Standort am besten eignen und ob auch weniger verbreitete Sorten erhältlich sind. Denn gerade bei der Ernte im eigenen Garten kommt es sicher nicht auf vereinfachte (maschinelle) Ernte oder möglichst gleichmässige Frucht-, Rispen- oder Traubenformen an. Vielmehr zählen der Geschmack und vor allem die Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge.

Autorin: Friederike Eversheim / aid


 

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