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Wirteverband Basel-Stadt

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27.07.2011

7000 neue Arbeitsplätze in der deutschen Hotellerie

Mehrwertsteuersenkung sorgt auch für mehr Beschäftigung

Die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010 von 19 auf sieben Prozent hat einen enormen Beschäftigungszuwachs ausgelöst. Das geht aus den jetzt von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen hervor.

Zum Jahresende 2010 gab es in den deutschen Beherbergungsbetrieben 7085 mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als ein Jahr zuvor. "Die Hoteliers haben die Senkung der Mehrwertsteuer nicht nur für Investitionen, sondern auch für Neueinstellungen genutzt", sagt Dehoga-Präsident Ernst Fischer. "Trotz massiver öffentlicher Kritik mehr als 7000 neue Arbeitsplätze – wenn das keine Wachstumsbeschleunigung ist, was ist es dann?"

Der Anstieg von 244'883 Beschäftigten in der Hotellerie am 31. Dezember 2009 auf 251'968 zum Stichtag 31. Dezember 2010 lag damit bei 2.89 Prozent, die Gesamtwirtschaft verzeichnete im gleichen Zeitraum nur ein Plus von 1.99 Prozent.

"Die überdurchschnittliche Entwicklung in der Hotellerie ist damit nicht nur mit dem gesamtwirtschaftlichen Aufschwung zu erklären", betont Fischer. Die positiven amtlichen Beschäftigungsdaten bestätigten die Ergebnisse verschiedener regionaler und bundesweiter Verbandsumfragen.

"Die längst überfällige Mehrwertsteuersenkung war eine Entscheidung für den Tourismusstandort Deutschland", macht Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA), deutlich. "Die Massnahme hat das Preis-Leistungs-Verhältnis der Hotels in Deutschland weiter verbessert und damit die Wettbewerbsfähigkeit einer internationalen Branche gestärkt."

Zudem stelle die Mehrwertsteuersenkung endlich Steuergerechtigkeit mit den europäischen Kollegen her. "In 24 von 27 EU-Staaten gelten mittlerweile ermässigte Steuersätze – und das teilweise seit Jahrzehnten. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz in der Hotellerie ist in Europa nicht die Ausnahme, sondern die Regel", so Dreesen.

Die zuversichtlich stimmende Entwicklung gelte es nun, zu fördern und nicht abzuwürgen. "Die immer wieder aufkommende Diskussion um die Mehrwertsteuer sowie die Einführung kommunaler Bettensteuern sorgen für grosse Verunsicherung und Verärgerung in der Branche", berichten die Verbandschefs. Die Verbände erwarten von der Politik Verlässlichkeit und Planungssicherheit.


 

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