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Wirteverband Basel-Stadt

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29.06.2012

Nach Feldschlösschen schlägt auch Heineken auf

Einführung von Nettopreisen auf internationalen Flaschenbieren

Nachdem Feldschlösschen bereits per Mai die Bierpreise markant erhöhte, zieht auch der Branchenzweite Heineken nach. Das Unternehmen erhöht die Preise seiner Schweizer Biermarken per 1. Oktober 2012 um durchschnittlich 3.9 Prozent. Nicht betroffen vom den neuesten Aufschlägen sind die internationalen Biermarken. Sie werden neu zu Nettopreisen angeboten.

Heineken Switzerland erhöht die Preise seiner Schweizer Biermarken auf allen Einweg- und Mehrweggebinden. Der Aufschläge betragen durchschnittlich 3.9 Prozent und erfolgen gemäss Angaben des Unternehmens einheitlich in allen Verkaufskanälen (Gastronomie, Detailhandel, Getränkehandel).

Betroffen sind vor allem die Marken Calanda, Eichhof, Haldengut und Ziegelhof. Das offene Lagerbier schlägt um 15 Rappen pro Liter auf (+4.8%) und kostet nun CHF 3.30, die Spezialbiere werden 18 Rappen teurer (+5.4%) auf und liegen ab Oktober bei CHF 3.48.

Man sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, um die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Arbeitsplätze in der Schweiz langfristig zu sichern, schreibt Heineken Switzerland in einer Mitteilung. "Die Preisanpassung im Schweizer Markt fällt tiefer aus als der vom Mutterhaus in Aussicht gestellte Aufschlag von 6 Prozent", tröstet das Unternehmen.

Seit der letzten Preiserhöhung im Oktober 2010 hätten die gestiegenen Produktions- und Transportaufwände die Kostenentwicklung negativ beeinflusst. Zudem sehe man sich mit höheren Marktbearbeitungskosten konfrontiert: "Der weiterhin zunehmenden Anzahl Gaststätten stehen die rückläufigen Volumenzahlen pro Betrieb, die häufigeren Mieterwechsel und kürzere Vertragslaufzeiten gegenüber", schreibt Heineken.

Vor zwei Jahren hat Heineken Switzerland auf ausgewählte internationale Biere das Nettopreissystem eingeführt. Die Listenpreise sind dabei netto zu verstehen – es werden keine Rückvergütungen mehr ausbezahlt. Das Nettopreissystem wird nun auf alle internationalen Biermarken in Dosen und Flaschen übertragen.

Die Umsetzung erfolgt gesamthaft preisneutral und trägt einem jahrelangen Wunsch von Kunden und Gastronomieverbänden nach transparent gestalteten Bierpreisen Rechnung. "Aufgrund der zahlreichen Getränkelieferverträge nach traditionellem Verrechnungsmodus ist eine Umsetzung auf Fassbier zum heutigen Zeitpunkt noch nicht möglich", schreibt Heineken Switzerland.

Heineken-Fassbier kostet unverändert CHF 4.05 und ist nach wie vor rabattberechtigt. Die 33cl-Flasche von Heineken kostet neu CHF 1.40 (netto) statt bisher CHF 1.71 (brutto). Mit den Nettopreisen sollen vermutlich "Angriffe" mit parallel importierter Ware besser abgewehrt werden können.


Duopol spielt hervorragend

Bereits per 1. Mai 2012 hat die zu Carlsberg gehörende Feldschlösschen Getränke AG die Preise von Fassbier um 15 Rappen erhöht. Ist es Zufall, dass Heineken nun genau gleich viele Rappen pro Liter aufschlägt? Ein Blick zurück zeigt, dass sich die beiden Braugiganten seit Jahren gegenseitig hochschaukeln.

Ab Herbst kosten die offenen Lagerbiere von Eichhof und Calanda CHF 3.30, diejenigen von Feldschlösschen und Cardinal CHF 3.32. Die "Hopfenperle" von Feldschlösschen kostet CHF 3.52, das "Braugold" von Eichhof und das "Edelbräu" von Calanda CHF 3.48. Ein Liter Carlsberg kostet CHF 3.99, die gleiche Menge Heineken CHF 4.05.

Gleiche Branche, gleiche Schweizer Produktion, gleiche Kosten, gleiche Marktinvestition. Alles wird "gleich" beherrscht – schön abgesichert mit unkündbaren Lieferverträgen, Exklusiv- und Penaltyklauseln.


 

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