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Wirteverband Basel-Stadt

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21.07.2012

Vielfalt und Macht im Schweizer Biermarkt

Die 415 kleinsten Hersteller haben drei Prozent Marktanteil

2011 wurde in der Schweiz 4.63 Millionen Hektoliter Bier getrunken. Davon stammten 3.55 Millionen Hektoliter (78.5%) aus inländischer Produktion. Feldschlösschen und Heineken beherrschen drei Viertel des Marktes. Die 430 anderen steuerpflichtigen Bierhersteller sorgen für eine erfreuliche Vielfalt, erreichen aber nur selten überregionale Ausstrahlung.

Von der inländischen Bierproduktion (exklusive Export) entfielen 48% auf den Branchenleader Feldschlösschen und 26% auf Heineken Switzerland. Die beiden Grossen haben zusammen einen Marktanteil von rund 74%. In vielen Regionen ausserhalb der Ostschweiz und Bern dürften es sogar mehr als 80% sein.

Von den konzernunabhängigen Herstellern können es lediglich Schützengarten (5%) und Locher (4%) mit Carlsberg-Feldschlösschen und Heineken einigermassen aufnehmen. Die zur Fenaco-Gruppe gehörende Ramseier Suisse AG (6%) produziert Eigenmarken für den Schweizer Detailhandel und liefert kein Fassbier in die Gastronomie.

12 gewerbliche Regionalbrauereien mit einem Jahresausstoss von 9000 bis 43'000 Hektolitern bringen es zusammen auf 8% Anteil am Inlandausstoss. Dahinter liegen 13 Kleinbrauereien mit einem Ausstoss von 2000 bis 6000 Hektoliter pro Jahr. Zu dieser Gruppe gehören Hersteller wie Unser Bier, Fischerstube, Burgdorfer, Aare-Bier, Murailles und Brasserie des Franches-Montagnes.

Schliesslich gibt es noch 402 Kleinstproduzenten mit einem Anteil am Inlandausstoss von nicht einmal 2%. Etwa die Hälfte davon sind Gasthaus- und Mikro-Brauereien. Bei 200 Herstellern handelt es sich um steuerpflichtige "Hobby-Brauer". Die Grenzen sind fliessend.

Carlsberg und Heineken dominieren auch Bierimporte

21.5 Prozent des in der Schweiz konsumierten Bieres stammt aus Importen. Zu den grössten Importeuren zählen Coop, Denner, Aldi und Lidl. Deren Importbiere – meist Billigmarken, nie Fassbiere – landen aber nur selten im Gastronomiekanal. Für den Horeca-Bereich sind auch bei den Importbieren Feldschlösschen-Carlsberg und Heineken tonangebend.

Ins Portfolio von Feldschlösschen gehören unter anderem die Konzernmarken Kronenbourg, Tuborg und Super Bock, aber auch Kilkenny, Guinness, Boddingtons, Grimbergen, Leffe, Franziskaner, Schneider Weisse, San Miguel, Corona und Bud. Heineken vertreibt in der Schweiz unter anderem die Konzernmarken Desperados, Amstel, Newcastle, Cruzcampo und Paulaner, zudem Erdinger, Murphy's, Löwenbräu, Foster's und Miller.

Eine gewisse Rolle spielen zudem die Amstein SA (viele Spezialitäten) und die Ausländische Biere AG (unter anderem König, Beck's, Hofbräu, Lapin Kulta und Kirin).

Dossiers: Bier | Kartelle
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