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Wirteverband Basel-Stadt

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21.04.2013

Wagemutiges Konstrukt aus der Belle Epoque

Seit 125 Jahren trockenen Fusses durch die Aareschlucht

Die Aareschlucht im Berner Oberland zieht seit Generationen die Menschen in ihren Bann. Fast 200 Meter recken sich die düsteren Felswände gegen Himmel. Unten schäumt die junge Aare und zwängt sich durch die enge Klamm. Seit 125 Jahren ist die Schlucht mit einem Steg erschlossen.

sda. Das wagemutige Konstrukt entstand in einer Zeit, als der Tourismus im Berner Oberland eine Hochblüte erlebte. Der Steg wurde 1888, im Jahr der Eröffnung der Brünigbahn, in Betrieb genommen, wie auf der Homepage der Schluchtbetreiber zu lesen ist. In jenem Sommer besuchten bereits 12'000 Reisende diese Naturschönheit und liesse es sich etwas gruseln in der engen, dunklen, von wilden Wassern durchfluteten Kluft.

Josef Viktor Widmann schreibt etwa in seinen "Spaziergänge in den Alpen – 1890" über die Aareschlucht: "sie verdient ihre Berühmtheit". Die Schlucht weise breitere Stellen auf, wo die Aare ruhig fliesse, "während dann wieder Stellen kommen, wo das Wasser durch die engste Rinne dahinschiesst und die Felsen auch über dem künstlichen Weg so nah zusammengetreten sind, dass tiefe Dämmerung uns einhüllt und man sich bücken muss, um unter dem Gestein vorwärts zu kommen."

Im Reich des Tatzelwurms

Um die düstere Klamm rankten sich seit jeher Geschichten. So erzählte man sich im Oberhasli in früheren Jahrhunderten gerne noch vom Tatzelwurm, einem Drachen, der in der Schlucht hausen soll.

Vor etwas mehr als 75 Jahren sorgte im In- und Ausland ein Fotograf für durchaus ernsthaftes Aufsehen mit einem Bild, das er von dem Tatzelwurm gemacht haben wollte. Die Fotografie machte zunächst Furore, sogar ein Preisgeld wurde für den Fang des Lindwurms ausgeschrieben. Selbst seriöse Medien berichteten seitenweise über das mysteriöse Tier.

Doch bald schon wurde die Echtheit des Bildes angezweifelt, und die Sache löste sich in Schall und Rauch auf. Der Tatzelwurm fristet seither wieder ein Dasein als Sagengestalt – und als Süssspeise eines findigen Meiringer Konditors.

In zehntausenden von Jahren hat die Aare sich durch einen Felsriegel gefressen, der den ansonsten flachen Talgrund in zwei Hälften trennt. Auf der einen Seite befindet sich die Gemeinde Meiringen, auf der anderen Innertkirchen.

Der Weg durch die Schlucht ist über einen Kilometer lang. Der Holzsteg ruht auf Stahlträgern, die fest im Fels verankert sind. Verschiedene Abschnitte des Weges führen auch durch Tunnel und Galerien und über einen Kiesweg. Die Wanderung durch die Schlucht dauert etwa 40 Minuten.

Zum 125-Jahr-Jubiläum finden das ganze Jahr über verschiedene Anlässe statt. Am 20. April hielt die Betreibergesellschaft ihre Jubiläums-Generalversammlung ab.

bilder: aareschlucht.ch


 

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