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Wirteverband Basel-Stadt

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12.11.2014

Verregneter Sommer, milder Herbst

Uneinheitliches Bild beim Geschäftsgang

Der aktuelle Bericht der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich über die Auswertungsmonate Juli bis September 2014 zeigt kein einheitliches Bild. Währendem der Umsatz in der Restauration im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal zurückging, zeigte sich in der Hotellerie ein erfreuliches Umsatzwachstum von 0.9%.

In der Restauration ist der Rückgang des Umsatzes auf die abgeflaute Nachfrage und den entsprechend kleineren Absatz von Getränken und Speisen zurückzuführen. Rund 60% der befragten Betriebe gaben die Witterungsbedingungen als Grund für die schwache Geschäftstätigkeit an.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten verzeichneten in diesem Quartal eine schwache Ertragslage; den grossen Restaurationsbetrieben gelang trotz sinkenden Absätzen eine Verbesserung der Ertragssituation.

Obwohl die Restaurationsbetriebe auch für die nahe Zukunft (drei Monate) keine erhebliche Verbesserung der Nachfragesituation erwarten, wird die Geschäftslage auf die längere Sicht (sechs Monate) durchweg zuversichtlich eingeschätzt.

Die konjunkturelle Entwicklung in der Hotellerie fällt im Vergleich zum Vorjahresquartal positiv aus. Die markant bessere Nachfragesituation führte zu einer Zunahme der Logiernächte, vor allem bei den inländischen Gästen. Trotz verregnetem Sommer weist die Hotellerie deshalb ein positives Umsatzwachstum im dritten Quartal aus.

Die neueste Beherbergungsstatistik des Bundesamtes für Statistik bestätigt die Umfrageergebnisse und zeigt eine Zunahme der gesamten Logiernächte gegenüber September 2013 von 1.7%, bei den Übernachtungen von inländischen Gästen sogar von 3.5%.

Für das nächste Quartal erwarten die Beherbergungsbetriebe gemäss KOF-Umfrage, dass die Nachfrage auch dank einer relativ starken Preiskorrektur nach unten weiter zunimmt und sich die Geschäftslage entsprechend verbessert.

Die gleiche Einschätzung teilt auch das BAK Basel, welches in seiner Prognose dem Schweizer Tourismus für die Wintersaison 2015 im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg der Logiernächte von rund 2% vorhersagt.

Die "Konjunkturumfrage Gastgewerbe" von KOF und GastroSuisse ist ein wichtiger Pulsmesser der Branche. An der aktuellen Erhebung haben 282 gastgewerbliche Betriebe mit insgesamt 13'181 Beschäftigten teilgenommen.


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