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18.06.2004

Interview mit dem Gastgewerbe-Seelsorger

Füreinander und Miteinander

Seit drei Jahren übt Thawm Mang die Funktion des Basler Gastgewerbe-Seelsorgers aus. Er ist 1969 in Burma geboren, hat in Indien Theologie studiert und lebt seit neun Jahren in der Schweiz - als anerkannter Flüchtling. Mang kennt nicht nur die Seite des Seelsorgers: Er arbeitete auch einige Jahre in Küche und Service, erlebte also die Gastronomie von innen.

Herr Mang, weshalb gibt es überhaupt eine spezielle Gastgewerbe-Seelsorge?

Menschen im Gastgewerbe haben oft unregelmässige Arbeitszeiten, weshalb sie die konventionellen Kirchenangebote nur ungenügend erreichen. Schon seit 1925 bietet deshalb ein Arbeitszweig der Evangelischen Stadtmission eine spezielle Gastgewerbe-Seelsorge an.

Was ist das Ziel der Gastgewerbe-Seelsorge?

Wir wollen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu einem Füreinander und Miteinander in einem vorwiegend interkulturellen und interreligiösen Umfeld verhelfen. Wir vermitteln Gemeinschaft und bieten seelsorgerliche Begleitung an.

Wie viele Leute betreuen Sie?

Diese Frage lässt sich nicht genau beantworten. Ich habe unzählige Kontakte. In den letzten drei Jahren habe ich wohl etwa 200 Betriebe in der Region Basel besucht. Bei Anlässen wie unserem Oster-Picknick, dem Waldhüsli-Sonntag oder so genannten Nachmittagstreffen sind oft Dutzende von Gastgewerblern anwesend.

Wie helfen Sie?

Nicht immer gehen die Gespräche in die Tiefe, viele Leute klagen mir aber doch ausführlich ihr Leid. Es tut ihnen gut, wenn jemand richtig zuhört. Oft kann ich Tipps geben, Kontaktadressen vermitteln, Trost und Zuversicht spenden.

Was sind die häufigsten Probleme?

Es gibt die ganze Bandbreite! Meistens sind es private Sorgen wie der Verlust eines nahe stehenden Menschen oder Partnerschaftsprobleme. Ich mache auch Spitalbesuche, gibt es doch leider immer wieder Gesundheitsprobleme. Betriebliche Themen kommen natürlich ebenfalls zur Sprache: Wirte klagen über Konflikte mit ihrem Personal, Lehrlinge verstehen ihre Lehrmeister nicht - und umgekehrt. Der Existenzkampf im Gastgewerbe zehrt nicht nur an der finanziellen Substanz, ich spüre dies in vielen Gesprächen deutlich.

Wer nimmt ihre Dienstleistungen in Anspruch?

Das zieht sich quer durch alle Hierarchiestufen: Vom Lehrling bis zum Kadermitarbeiter und Unternehmer. Am häufigsten sind es aber Migranten mit eigener Familie. Die relativ tiefen Löhne dieser oft unqualifizierten Leute sowie die geforderte Flexibilität im Gastgewerbe belasten sehr, wenn gleichzeitig auch die Verantwortung für eine Familie übernommen werden muss.

Wie werden Sie in den Betrieben empfangen?

Fast immer offen und herzlich. Die enorme Gastfreundschaft erfreut mich immer wieder, übrigens auch bei Wirten, welche einer nicht-christlichen Religion angehören!

Muss man eigentlich evangelisch sein, um Ihre Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen?

Nein, überhaupt nicht. Wir unterstützen Gastgewerbler jeglicher Konfession und helfen bei Problemen aller Art.

Thawm Mang, Gastgewerbe-Seelsorge, Vogesenstrasse 28, 4004 Basel
Telefon 061 383 03 36, Fax 061 322 10 12


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