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Wirteverband Basel-Stadt

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20.11.2008

Heimtückisches Allergen

Obligatorische Kennzeichnung für Lupinen

Seit kurzem müssen Lupinen auch bei geringen Gewichtsanteilen obligatorisch gekennzeichnet werden. Das macht die Hülsenfrucht, die versteckt in allerlei Produkten vorkommt, für Allergiker weniger gefährlich.

Obwohl Lupinen weit verbreitet sind, hat man die Allergie erst vor zehn Jahren wissenschaftlich beschrieben. Seither sorgt vor allem Lupinenmehl immer wieder für Aufregung. In Frankreich etwa stehen Lupinenprodukte an vierter Stelle in der Reihenfolge von Lebensmitteln, die zu anaphylaktischen Reaktionen führen.

Vor allem Soja- und Erdnussallergiker reagieren oft auch auf Lupinen allergisch. Der Grund für diese Kreuzallergie liegt in der nahen chemischen Verwandtschaft der Eiweissstoffe. Eine Allergie auf Lupinen kann aber auch isoliert und unabhängig von anderen Allergien auftreten.

Seit dem Frühling 2008 müssen Lupinen und Lupinenerzeugnisse in der Schweiz und in der EU deklariert werden, wenn ihr Anteil ein Promille übersteigt. Bisher lag die Grenze bei einem Gewichtsanteil von fünf Prozent. Dieses versteckte Vorkommen machte Lupinen für Allergiker heimtückisch.


Was sind Lupinen?

Lupinen sind eine Gattung innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Es gibt rund 500 verschiedene Arten. Vor allem die Weisse Lupine wird in den Mittelmeerländern seit drei Jahrtausenden kultiviert. Die Samen werden als Viehfutter und Nahrung für den Menschen verwendet. Bereits früh war bekannt, dass die Samen bis zu vier Prozent Bitterstoffe (vorwiegend Alkaloide) enthalten können. Im 20. Jahrhundert wurden alkaloidarme Süsslupinen kultiviert, die einen leichten Nussgeschmack aufweisen und sich für den menschlichen Konsum besser eignen.

In den letzten Jahren fand die eiweiss- und fettreiche Hülsenfrucht auch in Westeuropa vermehrt Verwendung. Lupinen binden Wasser und sorgen für feinporige Backwaren, welche weniger rasch austrocknen. Lupinenmehl wird auch wegen der angenehmen gelben Farbe oft Weizenmehl beigemischt. Es kommt zudem als Zusatzstoff in Desserts, Getränken, Ketchup und Fleischwaren vor.


Die wichtigsten Allergene

Folgende Zutaten, die Allergien oder andere unerwünschte Reaktion auslösen können, müssen deklariert werden:

• Glutenhaltiges Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel
• Hartschalenobst wie Mandeln, Walnuss, Haselnüsse, Pistazien
• Milch (einschliesslich Laktose)
• Eier
• Fisch
• Krebstiere
• Sojabohnen
• Erdnüsse
• Sesamsamen
• Sellerie
• Senf
• Lupinen
• Weichtiere
• Sulfite


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