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Wirteverband Basel-Stadt

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11.08.2014

Ärgernis Lebensmittelverpackungen

Ein täglicher Kampf für ältere Menschen

Lebensmittelverpackungen sind für viele ältere Menschen nicht nur ein Ärgernis, sondern ein ernstzunehmendes Hindernis. Sie können sie oft nicht, nur teilweise oder nur sehr schwer öffnen. Das liegt daran, dass die Kraft in Händen und Fingern nachlässt, Arthritis die Handgreifkraft verändert, die Finger taub und gefühlsarm sind und die Sehkraft stark nachlässt.

Deckelgläser können kaum geöffnet werden, Aufrisslaschen an Tiefziehschalen (z.B. Verpackungen bei Käse oder Wurst) lassen sich nur schwer fassen, Plastikumhüllungen reissen und der Inhalt fällt heraus. Dosendeckel sind scharfkantig, der Ring zum Öffnen einer Dose reisst ab, Flaschen und Saftverpackungen sind kaum richtig zu fassen und zu öffnen oder der Aufrissfaden ist unsichtbar und nicht zu greifen.

In einer aktuellen EU-Studie wird an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW untersucht, welche Verpackungen von älteren Menschen besonders einfach und leicht zu öffnen sind und welche Anregungen hier die Lebensmittelindustrie aufgreifen kann. Zwar gibt es bereits gute Beispiele für leicht zu öffnende Verpackungen, allerdings besteht auch noch viel Verbesserungspotenzial.

Beispielsweise wären grössere Schraubverschlüsse bei PET-Flaschen sehr hilfreich oder Ring-Pull-Dosen mit größeren Laschen, Tiefziehschalen mit einem breiteren und von allen Seiten zu bedienenden Öffnungsmechanismus. Auch grössere Aufschriften oder Piktogramme bezüglich Inhaltstoffe, Zubereitung oder Nährwerte wären eine grosse Verbesserung.

Neue Impulse zur Optimierung von Lebensmittelverpackungen erhoffen sich Wissenschaftler auch durch das Prinzip des "design for all". Ziel des "design for all" ist es, Konsumgüter so zu verändern, dass sie von jedermann gleichermassen nutzbar sind. Dass es also keine speziellen "Seniorenverpackungen" gibt. Wenn Lebensmittelverpackungen leichter zu öffnen wären, käme das letztlich allen zugute - älteren wie jüngeren Menschen.

Prof. Dr. Christine Brombach / aid


 

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