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Wirteverband Basel-Stadt

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09.12.2008

Nagelkosmetik ist ein Hygienerisiko

Erhebliche Infektionsgefahr

Das Tragen von künstlichen Nägeln, Nagelverstärkungen oder Nagelschmuck für Küchen- und Pflegekräfte sei nicht zu verantworten, meinte Professor Dr. Dieter Bödecker, Hygieneberater für Alters- und Pflegeheime, bei einem Vortrag am Hygieneforum der Fachzeitschrift "Rationelle Hauswirtschaft”.

Vor allem bei jungen Erwachsenen sind künstliche Fingernägel, Nagelverstärkungen und Nagelschmuck beliebt. Sichtbar ist dieser Trend auch an der grossen Anzahl an Nagelstudios, die es nahezu in jeder Ortschaft hierzulande gibt.

Bei einer Nagelmodellage werden die Nägel mit Hilfe von Gel, Fiberglas und Seide oder Acryl künstlich verlängert und verstärkt, bei Nagelschmuck zusätzlich Verzierungen aufgemalt oder Strasssteine aufgeklebt. Künstliche Nägel werden aufgeklebt. Zur Vorbereitung derartiger Kunstwerke wird der Naturnagel meist geschliffen oder aufgeraut. Wird dabei nicht ausreichend hygienisch gearbeitet, kann eine Infektion mit einem Nagelpilz oder einem Bakterium die Folge sein. Da das Keratin der Nagelplatte nach der Modellage keinen Kontakt mehr mit der Luft hat, wird der Naturnagel durch die Kosmetik geschwäch. Die aufgeraute Oberfläche wird empfänglich für eine Besiedlung mit Keimen. Sichtbar werden kann dies als durchscheinende Verfärbung unter der Nagelkosmetik.

Vor Kontakt mit Desinfektionsmitteln, die möglicherweise mit den Harzen oder Gelen reagieren, wird ausdrücklich gewarnt. Personen, die von Berufs wegen eine regelmässige Händehygiene durchzuführen haben, empfiehlt Bödecker deshalb, auf künstliche Fingernägel, Nagelverstärkungen oder Nagelschmuck zu verzichten. Die Wahrscheinlichkeit von Keimbesiedlungen durch die Verletzung des Nagels sei viel höher als bei Naturnägeln und deshalb aus hygienischer Sicht nicht akzeptabel. Um eine spätere Diskussion zu vermeiden, rät der Experte, Mitarbeiter bereits bei der Einstellung auf einen Verzicht von aufbauender Nagelkosmetik zu verpflichten.


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