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Wirteverband Basel-Stadt

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13.11.2018

Bewegung bei den Hochleistungsstrassen

Baselland und Basel-Stadt verabschieden gemeinsame Perspektive

Die Regierungen beider Basel haben eine gemeinsame Langfristperspektive für die Hochleistungsstrassen im Raum Basel verabschiedet. Sie ist eng mit dem für die Autobahnen zuständigen Bundesamt für Strassen (Astra) abgestimmt. Die Kantone unterstützen das Astra beim Rheintunnel und dem Ausbau der A2. Unter Federführung des Bundes starten erste Überlegungen zu einem langfristig zu realisierenden Autobahn-Westring.

In der Region Basel sind die Hochleistungsstrassen täglich stark belastet. Der Bund geht bis 2040 von Zunahmen des öffentlichen Verkehrs von 50 Prozent, des Langsamverkehrs von 30 Prozent und des Autoverkehrs von knapp 20 Prozent aus. Um die Probleme zu lösen und den Unterhalt der Strassen zu gewährleisten, werden im Raum Basel mehrere wichtige und grosse Projekte für den Autoverkehr vorbereitet.

Mit der Langfristperspektive Hochleistungsstrassen legen die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt ihre strategischen Positionen hinsichtlich der Hochleistungsstrassen in beiden Kantonen und ihre Haltung gegenüber dem Bund gemeinsam fest. Die Langfristperspektive ist konsistent mit dem Agglomerationsprogramm Basel und steht im Einklang mit den Vorhaben des Bundesamts für Strassen (ASTRA).

Rheintunnel beseitigt Engpass Osttangente

Der Rheintunnel hat für die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt höchste Priorität und darf nicht durch andere Hochleistungsstrassen konkurrenziert werden. Die Kantone fordern vom Bund die möglichst rasche Umsetzung des Rheintunnels.

Mit dem Tunnel zwischen Nordtangente und Autobahn A2 beseitigt das Bundesamt für Strassen den Engpass auf der Basler Osttangente. Die Verbindung reduziert den Durchgangsverkehr in Birsfelden und Muttenz massiv und entlastet die Basler Quartiere Breite, Wettstein sowie das obere Kleinbasel vom Verkehr. Der Rheintunnel wird dem Bundesrat voraussichtlich Ende 2019 zur Bewilligung vorgelegt. Mit Baubeginn ist frühestens ab dem Jahr 2025 zu rechnen.

Massiv weniger Stau durch Ausbau der A2 zwischen Hagnau und Augst

Das Bundesamt für Strassen bereitet den Ausbau der A2 zwischen Hagnau und Augst von sechs auf acht Spuren vor. Der Ausbau reduziert die Staustunden massiv und entlastet die parallel zur Autobahn laufenden Strassen und wichtige Kantonsstrassenabschnitte deutlich vom Verkehr.

Die Kantons- und Gemeindestrassen zwischen Basel und Augst müssen heute viel Durchgangsverkehr aufnehmen. Die beiden Kantone unterstützen den Ausbau und fordern die rasche Umsetzung durch das Bundesamt für Strassen, möglichst gleichzeitig mit dem Rheintunnel.

Entwicklungsareal anschliessen mit dem Zubringer Bachgraben-Allschwil

Mit dem Zubringer Bachgraben-Allschwil schliesst der Kanton Basel-Landschaft das Bachgraben-Areal mit einer leistungsfähigen Kantonsstrasse direkt an die Nordtangente an. Der Kanton Basel-Stadt und die französischen Behörden arbeiten unterstützend an dem Projekt mit. Der Zubringer Bachgraben-Allschwil ist ein Teil der Umfahrung Allschwil, der das Baselbieter Stimmvolk 2015 zugestimmt hat. Die genaue Streckenführung muss noch geklärt werden. Auf dem Boden von Basel-Stadt wird die Strasse unterirdisch verlaufen, soll dabei aber einem Autobahn-Westring um Basel nicht im Weg sein.

Westring entlastet Allschwil, Binningen, Bottmingen, Basel-West und das Gundeli

Der Westring ist eine Projektskizze für einen Autobahnring, der die Autobahn-Stammlinie aus dem Raum Hagnau mit der Nordtangente und der A35 verbindet. Langfristig könnte ein solcher Autobahnring die Verfügbarkeit, die Verträglichkeit und die Sicherheit des Nationalstrassensystems rund um Basel gewährleisten. Ein Westring würde sowohl die Baselbieter Gemeinden Allschwil, Binningen, Bottmingen als auch Basel-West und das Basler Gundeli-Quartier deutlich von Autoverkehr entlasten.

Basel-Stadt und Basel-Landschaft streben die Aufnahme eines Westrings in das Nationalstrassennetz an und sind bereit, aktiv in der entsprechenden Projektorganisation des Astra mitzuwirken. Die Kantone lassen dafür den Autobahnanschluss Basel-City («Gundelitunnel») als einzelnes, isoliertes Projekt fallen.

Die Streckenführung eines Westrings ist noch nicht definiert, das Astra wird sie in weiteren Untersuchungen zusammen mit den beiden Kantonen erarbeiten. Um die Verkehrsentlastung durch den Westring langfristig zu sichern, setzen die Kantone zeitgleich flankierende Massnahmen auf den Stadt- und Gemeindestrassen um. Die Regierungen setzen sich ein für den Ausbau des regionalen Öffentlichen Verkehrs sowie für den Ausbau der Infrastruktur für Velofahrende und für Fussgängerinnen und Fussgänger rund um den Westring.



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