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Wirteverband Basel-Stadt

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26.08.2020

Umsatz im Gastgewerbe bricht um die Hälfte ein

KOF-Bericht zum 2. Quartal 2020

Die «Konjunkturumfrage Gastgewerbe» der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich und GastroSuisse ist ein wichtiger Pulsmesser unserer Branche. Nachfolgend präsentieren wir die wichtigsten Ergebnisse der vergangenen Monate April bis Juni 2020.

Die Lage im Gastgewerbe hat sich gegenüber dem ersten Quartal 2020 Corona-bedingt weiter verschlechtert. Der Umsatz im Gastgewerbe ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um beinahe die Hälfte eingebrochen (-47.1%). Ebenso sind der mengenmässige Absatz und die Nachfrage markant gesunken.

Mehr als neun von zehn Betriebe (94.9%) beurteilen die Geschäftslage als schlecht oder nur befriedigend. Der Personalabbau dürfte weiter andauern – die Zahl der Beschäftigten wird von beinahe der Hälfte der Betriebe (45.0%) als zu gross eingeschätzt.

In der Gastronomie ist der mengenmässige Absatz entsprechend der Umsatzentwicklung (-45.7%) im Vergleich zum Vorjahresquartal eingebrochen. Die befragten Betriebe führen dies hauptsächlich auf eine ungenügende Nachfrage (58%) und die gesetzlichen Rahmenbedingungen (55%) zurück.

In der Hotellerie ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um die Hälfte (minus 49.5%) zurück – und damit leicht stärker als in der Gastronomie; dies, obschon die Beherbergung nicht direkt von der behördlichen Schliessung betroffen war.

Die Daten deuten folglich an, dass sich die Nachfrage in der Gastronomie rascher erholen wird. Am stärksten betroffen waren die 1- und 2-Stern-Hotels (minus 68.5%). Dies widerspiegelt sich im saisonbereinigten Zimmerbelegungsgrad (26.6% bei 1- und 2-Stern-Hotels, 29.7% bei 3-, 42.3% bei 4- und 43.8% bei 5-Stern-Hotels). Die Geschäftslage wird vorwiegend als schlecht beurteilt (von 80.7% der Umfrageteilnehmer).

Obschon die Beurteilung der Geschäftslage in sämtlichen Tourismuszonen im tief negativen Bereich liegt, zeigen sich regionale Unterschiede: In den Bergregionen wird die Lage von zwei Dritteln (65.2%) der Umfrageteilnehmer als schlecht beurteilt. Dies bedeutet eine leichte Aufhellung gegenüber dem Vorquartal; die Bergregionen waren bereits früh von den Massnahmen der Behörden betroffen und mussten ihre Wintersaisons vorzeitig beenden.

Besonders negativ fällt die Beurteilung der Geschäftslage in den Städten und in den Seeregionen aus (89.2% resp. 69.1% der Betriebe beurteilen sie als schlecht).

Ausblick auf das dritte und vierte Quartal 2020

Das Gastgewerbe schätzt die Aussichten für die zweite Jahreshälfte 2020 pessimistisch ein, jedoch leicht optimistischer als noch im April 2020. Die Betriebe rechnen im nächsten Quartal mit einem Rückgang der Nachfrage (44.8% der Umfrageteilnehmer), des mengenmässigen Absatzes (81.7% der Umfrageteilnehmer) und einem Personalabbau (47.7% der Umfrageteilnehmer).


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